{"id":102,"date":"2017-09-12T12:29:57","date_gmt":"2017-09-12T10:29:57","guid":{"rendered":"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/?page_id=102"},"modified":"2026-06-16T22:25:21","modified_gmt":"2026-06-16T20:25:21","slug":"andacht","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/andacht\/","title":{"rendered":"Andacht"},"content":{"rendered":"<table width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3619\" src=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/VaB_JL2026-720x184@2x-300x77.jpg\" alt=\"\" width=\"564\" height=\"145\" srcset=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/VaB_JL2026-720x184@2x-300x77.jpg 300w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/VaB_JL2026-720x184@2x-1024x262.jpg 1024w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/VaB_JL2026-720x184@2x-768x196.jpg 768w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/VaB_JL2026-720x184@2x.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 564px) 100vw, 564px\" \/><\/p>\r\n<p style=\"text-align: center;\">Jahreslosung 2026 &#8211; <a href=\"https:\/\/www.verlagambirnbach.de\/\">Verlag am Birnbach<\/a>\u00a0&#8211; Motiv von Stefanie Bahlinger, M\u00f6ssingen<\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Wenn Liebe st\u00e4rker ist als \u00e4rgern (Mai 2026)<\/h3>\r\nLetztens kam meine gro\u00dfe Tochter ins Badezimmer zu mir und meinte, ihre kleine Schwester w\u00fcrde sie die ganze Zeit \u00e4rgern mit irgendwelchen Sachen, die sie sagt. Daraufhin nutzte ich die Gelegenheit und versuchte, ihr Gottes Gebot der Liebe n\u00e4herzubringen und meinte, sie solle doch einfach nicht darauf eingehen. Denn wenn Menschen uns \u00e4rgern wollen, dann wollen die ja, dass wir uns dar\u00fcber auch \u00e4rgern. Sie soll sich also nicht \u00e4rgern lassen und einfach sagen: \u00bbIch hab dich lieb\u00ab, und vielleicht weggehen. Ein paar Minuten sp\u00e4ter kam meine Tochter wieder zu mir und meinte: \u00bbPapa, ich war gerade bei ihr, hab gesagt: <em>Ist mir doch egal, ich hab dich lieb<\/em>, und bin aus dem Zimmer gegangen. Und da h\u00e4tte ihre Schwester nur verwirrt, <em>H\u00e4?<\/em> gesagt. Und wieder ein paar Minuten sp\u00e4ter kam sie zur\u00fcck und meinte: \u00bbUnd jetzt bin ich auf meine Schwester mit offenen Armen zugegangen und wollte sie umarmen und sie wollte mich direkt knutschen.\u00ab Ein herrliches Zeugnis davon, wie Gottes Gebot der Liebe auch schon im Kleinen Fr\u00fcchte tr\u00e4gt.\r\n\r\n<em>(R. Heberlein)<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Loslassen, damit Gott gestalten kann (April 2026)<\/h3>\r\nWenn wir uns die Nachfolgegeschichten der Bibel anschauen, dann lesen wir ziemlich oft, dass die Leute alles stehen und liegen lassen und Jesus nachfolgen sollten. Ganz besonders beeindruckt mich Matth\u00e4us 8,21-22, wo es hei\u00dft: \u00bbEin anderer aber, einer seiner J\u00fcnger, sprach zu ihm: Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe. Aber Jesus spricht zu ihm: Folge mir nach und lass die Toten ihre Toten begraben!\u00ab Um ehrlich zu sein, dachte ich immer \u2013 zumindest bei anderen Stellen \u2013, es ginge darum, sein Leben zu unterbrechen, beziehungsweise sich nicht mehr auf die eigenen Sachen, sondern eben auf Jesus zu konzentrieren. Ich glaube aber, es geht noch um viel mehr. Es geht darum, auch das Alte loszulassen, das Alte hinter sich zu lassen. Wenn ich mit Jesus mitgehe, dann schleppe ich keine Tasche, keinen Rucksack mit mir mit, sondern ich lasse ihn an der Stelle stehen, wo Jesus mich abholt und gehe unbeschwert mit. Ich soll und darf den alten Menschen hinter mir lassen, denn Jesus m\u00f6chte mich ganz neu formen. Und Jesus kann mich auch nur neu formen, wenn ich das Alte endlich loslasse. Wenn ich wirklich frei bin, dann kann Gott mich zu dem machen, wie er sich das vorgestellt hat. Denn das ist das Beste und es ist wunderbar! Und hier passt unsere diesj\u00e4hrige Jahreslosung, die nat\u00fcrlich auch im April noch \u00fcber diesem Jahr steht und an die gern erinnert werden darf: \u00bbGott spricht: Siehe, ich mache alles neu!\u00ab (Offenbarung 21,5) Gott macht neu. Lassen wir das Alte endlich los und hinter uns und lassen uns von Jesus ganz einnehmen. Das ist Befreiung, das ist Erl\u00f6sung, das ist Frieden.\r\n\r\n<em>(R. Heberlein)<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Bekehrung (M\u00e4rz 2026)<\/h3>\r\nVor einiger Zeit las ich in der Losung und da stand: Bekehre du mich, so will ich mich bekehren; denn du, Herr, bist mein Gott! (Jeremia 31, 18b) Im passenden Lehrtext dazu sprechen Barnabas und Paulus in der Apostelgeschichte 14, Vers 15b: Wir predigen euch das Evangelium, dass ihr euch bekehren sollt von diesen nichtigen G\u00f6ttern zu dem lebendigen Gott, der Himmel und Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht hat. Auf den ersten Blick verwirrte es mich. Soll nun ich mich bekehren oder mich bekehren lassen? Doch auf den zweiten Blick, glaube ich, h\u00e4ngt es miteinander zusammen. Schritt 1 ist n\u00e4mlich: Bekehre dich weg von den nichtigen G\u00f6ttern, hin zu dem lebendigen Gott. Lass das Unwichtige in deinem Leben beiseite. Konzentriere dich auf das Wesentliche. Verbringe Zeit mit Gott. Lerne Gott kennen. Unterhalte dich mit ihm. Richte dein Leben nach ihm \u2013 oder besser gesagt \u2013 auf ihn aus. Denn dann kommt Schritt 2: Gott wird mich bekehren. Gott wird mir zeigen, was richtig und gut f\u00fcr mich ist. Und er wird mir zeigen, was mir nicht so guttut. Gott wird eine Ver\u00e4nderung vornehmen. In mir, in meinem Inneren. Wenn ich Gott Raum gebe, so wird er diesen f\u00fcllen. Ich muss Gott machen lassen. Ich glaube, anders geht es wirklich nicht. Und wenn ich mit Gott erf\u00fcllt bin, dann kann ich mich bekehren. Dann kann ich einen echten Wandel vollziehen. Dann kann ich Gott, der in mir ist, sp\u00fcren. Ich habe einen Kompass. Ich wei\u00df, worauf es ankommt im Leben. Nicht: ich habe kein Leid, keine Trauer, keine Sorgen und so weiter. Nein. Aber ich kann durchs Leben gehen mit offenen Augen und offenem Herzen und so Menschen begegnen. Das wird Dinge ver\u00e4ndern. Es ist eine Bekehrung weg von einem trostlosen Leben. Einem Leben, das so dahind\u00fcmpelt. Einem Leben ohne echte Substanz. Dieses bekehrte Leben ist ein Leben mit absoluter Substanz. Mit Freude, Ausrichtung und Hoffnung.\r\n\r\n<em>(R. Heberlein)<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Bekehrung (M\u00e4rz 2026)<\/h3>\r\nVor einiger Zeit las ich in der Losung und da stand: Bekehre du mich, so will ich mich bekehren; denn du, Herr, bist mein Gott! (Jeremia 31, 18b) Im passenden Lehrtext dazu sprechen Barnabas und Paulus in der Apostelgeschichte 14, Vers 15b: Wir predigen euch das Evangelium, dass ihr euch bekehren sollt von diesen nichtigen G\u00f6ttern zu dem lebendigen Gott, der Himmel und Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht hat. Auf den ersten Blick verwirrte es mich. Soll nun ich mich bekehren oder mich bekehren lassen? Doch auf den zweiten Blick, glaube ich, h\u00e4ngt es miteinander zusammen. Schritt 1 ist n\u00e4mlich: Bekehre dich weg von den nichtigen G\u00f6ttern, hin zu dem lebendigen Gott. Lass das Unwichtige in deinem Leben beiseite. Konzentriere dich auf das Wesentliche. Verbringe Zeit mit Gott. Lerne Gott kennen. Unterhalte dich mit ihm. Richte dein Leben nach ihm \u2013 oder besser gesagt \u2013 auf ihn aus. Denn dann kommt Schritt 2: Gott wird mich bekehren. Gott wird mir zeigen, was richtig und gut f\u00fcr mich ist. Und er wird mir zeigen, was mir nicht so guttut. Gott wird eine Ver\u00e4nderung vornehmen. In mir, in meinem Inneren. Wenn ich Gott Raum gebe, so wird er diesen f\u00fcllen. Ich muss Gott machen lassen. Ich glaube, anders geht es wirklich nicht. Und wenn ich mit Gott erf\u00fcllt bin, dann kann ich mich bekehren. Dann kann ich einen echten Wandel vollziehen. Dann kann ich Gott, der in mir ist, sp\u00fcren. Ich habe einen Kompass. Ich wei\u00df, worauf es ankommt im Leben. Nicht: ich habe kein Leid, keine Trauer, keine Sorgen und so weiter. Nein. Aber ich kann durchs Leben gehen mit offenen Augen und offenem Herzen und so Menschen begegnen. Das wird Dinge ver\u00e4ndern. Es ist eine Bekehrung weg von einem trostlosen Leben. Einem Leben, das so dahind\u00fcmpelt. Einem Leben ohne echte Substanz. Dieses bekehrte Leben ist ein Leben mit absoluter Substanz. Mit Freude, Ausrichtung und Hoffnung.\r\n\r\n<em>(R. Heberlein)<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Die befreiende Einfachheit des Glaubens (Februar 2026)<\/h3>\r\nVor einiger Zeit traf ich einen Freund wieder. Wir hatten uns l\u00e4nger nicht gesehen und doch immer mal wieder voneinander geh\u00f6rt. Er berichtete mir von seinem Leben, dass \u2013 wie ich bereits wusste \u2013 einige hohe H\u00f6hen, aber eben auch einige tiefe Tiefen hatte. Und soeben war solch eine Tief vorbei und er sagte mir (er selbst kein Christ), dass er sich nun sehr dem Buddhismus widmen w\u00fcrde, also in Form von Meditation und indem er sich darin beliest, und er dabei die Ausgeglichenheit sch\u00e4tzt. Dass also das Negative und das Positive im Leben sich ausgleichen und er so quasi alles mit sich selbst ausmacht. Daraufhin l\u00e4chelte ich ihn an und sagte: \u00bbDann bist du ja quasi jetzt nur noch einen Schritt vom Christentum entfernt.\u00ab Er fragte mich, wie ich das meine, und daraufhin sagte ich folgendes: \u00bbDu sagst mir, die Sorgen und Probleme, die du hast, die machst du mit dir selbst aus und bist sozusagen so mit dem im Einklang. Wei\u00dft du, bei mir ist es so: ich habe auch so eine Tasche mit Sorgen und Problemen, aber da kommt einer und nimmt sie mir ab. Da kommt einer, nimmt sie, tr\u00e4gt sie f\u00fcr mich und nimmt sie weg.\u00ab Daraufhin erwiderte er: \u00bbDamit machst du es dir aber ganz sch\u00f6n einfach.\u00ab Und ich blickte ihn an und sagte: \u00bbJa, das stimmt.\u00ab Und das finde ich wirklich das Wunderbare an dieser Religion, von der ich so freudig \u00fcberzeugt bin: man kann es sich einfach machen. Wenn jemand in unserer Gesellschaft die Aussage trifft: <em>Damit machst es du dir aber ganz sch\u00f6n einfach!<\/em>, hat das meist so einen gewissen Unterton, ja fast schon einen Vorwurf inne. Ich merke das gerade in der Schule, wenn ich erz\u00e4hle, dass ich meine Tests mit K\u00fcnstlicher Intelligenz erstellen lasse. Da wurde einmal erwidert: \u00bbDamit machen Sie es sich aber ganz sch\u00f6n einfach.\u00ab Und ich denke: Ja, das mache ich. Na und? Wo bitte ist das Problem? Warum d\u00fcrfen wir es uns nicht einfach machen? Und genau das sehe ich im Christentum. Ich glaube fest daran, dass da einer ist, der meine Tasche nimmt, dass ich meine Sachen, meine Sorgen und Probleme nicht mit mir selbst ausmachen muss. Ich muss nicht mein eigenes P\u00e4ckchen tragen und schauen, wie ich das m\u00f6glicherweise etwas leichter gestalten kann, wo ich Ballast hier und Ballast da abgeben kann, dass ich mir ausrechnen kann, wie weit ich mit diesem Rucksack noch komme, bevor ich komplett zusammenbreche. Nein, da steht einer neben mir und er hei\u00dft Jesus und er nimmt diese Tasche und tr\u00e4gt sie f\u00fcr mich. Er tr\u00e4gt sie nicht nur f\u00fcr mich, er nimmt sie und vernichtet sie, bringt sie zur M\u00fcllabfuhr oder sonst wohin. Ich muss es nicht mit mir selbst ausmachen. Ich darf dieses Geschenk der Gnade, ich darf dieses Geschenk des Loslassens, ich darf dieses Geschenk der absoluten Befreiung annehmen. Wir wollen immer irgendetwas leisten. Wir wollen etwas tun und dann sehen wir eine Belohnung als gerecht. Das ist bei uns Christinnen und Christen anders. Es ist vollkommen ungerecht, denn wir m\u00fcssen, ja wir k\u00f6nnen sogar absolut gar nichts tun und dennoch erhalten wir die Belohnung. Aber diese Ungerechtigkeit, dieser im wahrsten Sinne des Wortes Leichtsinn, den nehme ich unglaublich gern an \u2013 was wiederum gar nicht immer so einfach ist. Und ich danke Gott daf\u00fcr, dass ich nicht ackern oder schuften muss, um irgendwie erl\u00f6st zu werden, sondern dass ich bereits erl\u00f6st bin. Halleluja!\r\n\r\n<em>(R. Heberlein)<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu! (Januar 2026)<\/h3>\r\nIch wei\u00df nicht, ob ich dem \u00fcberhaupt noch etwas hinzuf\u00fcgen muss. Klarer und sch\u00f6ner kann eine Aussage ja kaum sein! Mal ehrlich, wie oft w\u00fcnschen wir uns, dass das, was wir vielleicht getan oder auch nicht getan haben, in Vergessenheit ger\u00e4t, dass nicht die Vergangenheit unser jetziges Leben oder gar unsere Zukunft bestimmt, sondern dass wir das Alte hinter uns lassen k\u00f6nnen? Wie oft bitten wir um Vergebung f\u00fcr Dinge, die schief gelaufen sind, und hoffen immer wieder, dass wir noch einmal neu anfangen d\u00fcrfen? Nun hei\u00dft es, ganz besonders in diesem Jahr mit der Jahreslosung: Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu! (Offenbarung 21,5) Vielleicht w\u00fcrden wir in unserer heutigen Zeit sagen, neu ist nicht immer besser. Sicherlich haben Traditionen, alte Werte ihren Charme, und wir bef\u00fcrchten an einigen Stellen, dass sie durch Neuheiten verloren gehen. Aber ich glaube, Gott geht es nicht darum, das Gute aus der Vergangenheit abzuschaffen, sondern uns die Chance zu geben, uns neu auszurichten, die Chance zu geben, das Gute zu behalten. Wir erinnern uns an die Jahreslosung des soeben vergangenen Jahres: Pr\u00fcft alles und behaltet das Gute! Es geht nicht darum, neu anzufangen und dabei das Alte zu vergessen. Es geht darum, das Gute zu behalten und mit diesen Gedanken das Schlechte loszulassen und neu anzufangen, es versuchen besser zu machen. Und wie das bei einer Jahreslosung so ist, gilt sie nicht nur f\u00fcr den 1. Januar, sondern f\u00fcr das ganze Jahr. Und wie das bei Gott so ist, gilt seine Zusage nicht nur f\u00fcr ein Jahr, sondern f\u00fcr die Ewigkeit. Das ist echte Befreiung! Das ist echte Entlastung! Es geht nicht um Leichtfertigkeit. Es geht nicht darum, dass unsere schlechten Absichten einfach kommentarlos hingenommen werden. Nein, es geht um Hoffnung! Um die Hoffnung auf ein Leben, das nicht durch die Lasten meiner Taten bestimmt ist. Ja, es klingt wie ein Wandtattoo, aber: Lass deine Vergangenheit nicht deine Zukunft bestimmen. Denn Gott spricht: Siehe ich mache alles neu! Wir d\u00fcrfen uns darauf einlassen. Es ist kein Risiko. Es ist vielleicht unsicheres Terrain f\u00fcr uns, weil wir das so nicht kennen, weil das so nicht unbedingt gang und g\u00e4be in unserer Gesellschaft ist. Aber Gott ist anders. Gottes Art ist nicht von dieser Welt. Wir d\u00fcrfen ihm vertrauen, wenn er spricht: Siehe, ich mache alles neu!\r\n\r\n<em>(R. Heberlein)<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Der Weg zum Gl\u00fcck (01. M\u00e4rz 2025)<\/h3>\r\nSuchst du auch nach dem Gl\u00fcck? Tun wir eigentlich alle, oder? Am Ende geht es uns doch irgendwie darum, zufrieden, gl\u00fccklich, befriedigt zu sein. Und was wir daf\u00fcr alles in Kauf nehmen und ausprobieren! Keine Ahnung, wo du gerade im Leben stehst und wie du versuchst, deinen Weg zum Gl\u00fcck zu finden. Aber ich kann dir eine Abk\u00fcrzung zeigen. Beziehungsweise nicht ich, sondern Gott, die Bibel. Denn das Gute ist, genau diese Suche zum Gl\u00fcck hat schon mal jemand probiert. Dieser Typ hie\u00df Salomo und hat versucht, den Weg zum Gl\u00fcck zu finden. Salomo hat so gut wie jeden Hedonismus dieser Welt ausprobiert. Er wollte von dem, was gut zu tun scheint, ganz viel machen, weil er ausprobieren wollte, ob das wirklich gut ist, und den Weg zum Gl\u00fcck finden. Und dann schrieb er im Buch Prediger alles nieder und an sich sagt er: Ist alles sinnlos. Und am Ende kommt die Quintessenz: \u00bbFassen wir alles zusammen, so kommen wir zu dem Ergebnis: Nimm Gott ernst und befolge seine Gebote! Das ist alles, worauf es f\u00fcr den Menschen ankommt.\u00ab (Prediger 12,13) Wenn das nicht eine starke Aussage ist! Wir brauchen nichts, nur Gott. Das ist das echte Gl\u00fcck.\r\n\r\n<em>(R. Heberlein)<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>M\u00f6ge die Macht mit dir sein (01. Februar 2025)<\/h3>\r\nWas macht dich stark? Was l\u00e4sst dich vor anderen gut aussehen? Wie schaffst du es in deinem Freundes- oder Arbeitskolleginnenkreis die Menschen zu beeindrucken? Wir streben oft sehr nach materiellen Dingen, die uns dann wiederum Zuversicht und Mut geben. Nicht umsonst hei\u00dft es eben \u00bbKleider machen Leute\u00ab. Ich denke, da ist auch schon was dran. Allerdings ist das nur oberfl\u00e4chlich. Paulus beschreibt es in seinem Philipperbrief sehr sch\u00f6n. Da schreibt er: \u00bbIch sage das nicht, weil ich Mangel leide; denn ich habe gelernt, mir gen\u00fcgen zu lassen, wie&#8217;s mir auch geht. Ich kann niedrig sein und kann hoch sein; mir ist alles und jedes vertraut: beides, satt sein und hungern, beides, \u00dcberfluss haben und Mangel leiden; ich vermag alles durch den, der mich m\u00e4chtig macht.\u00ab (Philipper 4,11-13) Und das bringt es wunderbar auf den Punkt. Wir k\u00f6nnen viel versuchen, anstreben, Statussymbole um uns herum schaffen, aber die wahre Kraft kommt eben durch Gott. Wir d\u00fcrfen, k\u00f6nnen und sollen zufrieden sein mit dem, was uns gegeben ist und das Beste daraus machen. Denn das Allerbeste haben wir schon \u2013 die Kraft durch Gott.\r\n\r\n<em>(R. Heberlein)<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>PR\u00dcFT ALLES UND BEHALTET DAS GUTE (01. Januar 2025)<\/h3>\r\nIch hatte irgendwann mal die Idee, ein Buch zu schreiben und in einem Kapitel die Frage zu stellen: Was darf ich als Christ? Die Antwort darunter w\u00e4re: Alles. N\u00e4chstes Kapitel. Und auch wenn diese Idee vielleicht etwas provokativ oder herausfordernd ist, so w\u00fcrde ich diese Aussage noch immer unterstreichen. Ich glaube, es gibt nichts, was wir als Christinnen und Christen nicht d\u00fcrfen. Zumindest gilt dies immer dann, wenn ein Ausschlusskriterium dahinterstehen w\u00fcrde. Sprich, wenn es bedeuten w\u00fcrde, dass, wenn du das machst, hast du es f\u00fcr alle Ewigkeiten verzockt. Ich bin der \u00dcberzeugung, das gibt es bei Gott nicht. Aber Gott geht es um eine ganz wichtige Sache: dass wir uns immer und immer wieder selbst pr\u00fcfen. Gott geht es nicht um unsere Handlungen. Gott geht es um unsere Gedanken hinter diesen Handlungen. Die blo\u00dfe Handlung, ein Fenster zu \u00f6ffnen, kann etwas Wunderbares sein. N\u00e4mlich dann, wenn einem Menschen beispielsweise warm ist und er mich bittet, dies zu tun. Das w\u00e4re eine Handlung in Liebe. Das Fenster \u00f6ffnen k\u00f6nnte ich aber auch tun, wenn jemandem sowieso schon kalt ist und ich ihn besonders \u00e4rgern m\u00f6chte und deshalb das Fenster bei Minusgraden \u00f6ffne. Somit kann eine Handlung f\u00fcr zwei verschiedene Dinge stehen. Und das ist wohl auch das, was uns die diesj\u00e4hrige Jahreslosung sagen m\u00f6chte. \u00bbPr\u00fcft alles und behaltet das Gute.\u00ab (1.Thessalonicher 5,21) Bei Gott gibt es nicht schwarz und wei\u00df. Es geht nicht darum, dass das eine definitiv richtig und das andere definitiv falsch ist. Ja, es gibt absolute Wahrheiten. Es geht an dieser Stelle aber darum, dass wir uns Dinge betrachten sollen. Dass wir Dinge hinterfragen sollen. Es geht darum, dass wir unsere Absichten hinter unseren Handlungen pr\u00fcfen sollen. Wenn diese gut sind, wenn diese aus Liebe geschehen \u2013 wir erinnern uns an die Jahreslosung vom letzten Jahr: Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe. \u2013, dann ist mir als Christin beziehungsweise Christ einfach alles erlaubt und es gibt kein Verbot. Wenn ich allerdings Zweifel habe an der Tat, an der Handlung, wenn ich vermute, es ist nicht in Gottes Sinn, so zu handeln, wenn es gegen Gottes Wort spricht, wenn es f\u00fcr mich oder andere sch\u00e4dlich ist, dann weg damit. Denn: Pr\u00fcft alles und behaltet NUR das Gute.\r\n\r\n<em>(R. Heberlein)<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>HAPPY BIRTHDAY JESUS (01. Dezember 2024)<\/h3>\r\nDer K\u00fcnstler Matthias Schrei, besser bekannt als \u00bbBlockfl\u00f6te des Todes\u00ab, schrieb einst ein Lied, welches f\u00fcr mich nicht nur zur Weihnachtszeit ein Klassiker geworden ist. \u00bbHappy Birthday Jesus\u00ab hei\u00dft es und bringt meines Erachtens mit Witz und ein wenig Ironie den Kerngedanken unserer weltlichen und gesellschaftlichen Sicht auf das Weihnachtsfest gut auf den Punkt. H\u00f6rt es euch gern an. Es ist sehr gut! <a href=\"https:\/\/musikguru.de\/die-blockfloete-des-todes\/songtext-happy-birthday-jesus-1706628.html\">Hier schon einmal der Text<\/a> zum weihnachtlichen Nachdenken. Habt eine gesegnete Adventszeit!\r\n\r\n<em>(R. Heberlein)<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>GOTT. IST. GUT. (01. November 2024)<\/h3>\r\nDie eine oder der andere kennt vielleicht die Show \u00bb1, 2 oder 3\u00ab, in der es immer eine Frage gibt und die Kinder als Kandidatinnen und Kandidaten sich f\u00fcr eine der drei m\u00f6glichen Antworten entscheiden m\u00fcssen. Haben sie das getan, gibt es immer den Satz: \u00bbOb du wirklich richtig stehst, siehst du, wenn das Licht angeht.\u00ab Die Band Jupiter Jones formulierte diesen Satz in einem ihrer Lieder so um, dass er eine etwas andere Bedeutung bekommt. N\u00e4mlich: \u00bbOb du wirklich richtig lebst, siehst du, wenn das Licht ausgeht.\u00ab Nun stellt sich die Frage, was es denn hei\u00dft, \u00bbrichtig\u00ab zu leben. Wir als Christinnen und Christen haben daf\u00fcr eine handfeste Anleitung f\u00fcr das Leben bekommen, ein \u00fcber tausend Seiten dickes Buch, auch Bibel genannt. Aber aus \u00fcber tausend Seiten herauszulesen, was richtiges Leben bedeutet, ist schwierig, vor allem, wenn teilweise so scheinbar widerspr\u00fcchliche Dinge darin vorkommen. Doch mir wurde einmal gesagt, dass das, was wirklich wichtig ist, nicht nur einmal kurz in der Bibel erw\u00e4hnt wird, wie beispielsweise manch ganz spezifischen und konkreten Vorschriften. Das wirklich Wichtige kommt immer wieder darin vor. Und das einzige, was sich wirklich komplett durch die Bibel zieht, ist die Liebe. Die Liebe zu Gott und die Liebe zu unseren Mitmenschen. Ich bin der festen \u00dcberzeugen, dass, wenn ich anfange, zu lieben, sich meine Einstellung ver\u00e4ndert, sich meine Beziehungen (auch zu Gott) positiv entwickeln. Und genau so werde ich gelassener und bekomme immer weniger das Gef\u00fchl, etwas tun zu m\u00fcssen. Und genau so komme ich dahin, mich Gott ganz hinzugeben. Und ich bin mir sicher, das ist richtiges Leben, denn: Gott. ist. gut.\r\n<em>(R. Heberlein)<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Mission: Impossible? (01. Oktober 2024)<\/h3>\r\nEs gibt diese eine Frage in meinem Leben, die mich besonders in letzter Zeit sehr besch\u00e4ftigt, und ich denke, die grunds\u00e4tzlich alle Christinnen und Christen, wenn nicht sogar alle Menschen, sehr stark besch\u00e4ftigt. Die Frage nach der Erl\u00f6sung und Errettung. Was muss ich tun, um errettet zu werden? Muss ich \u00fcberhaupt glauben oder sind wir alle bereits durch Jesus erl\u00f6st? Eine theologische Frage, die nat\u00fcrlich in so einer Andacht nicht zu kl\u00e4ren ist, allerdings ist sie auch in der Literatur, in der Wissenschaft, in Diskussionen am Ende eben nicht zu kl\u00e4ren. Eine Frage des Glaubens, eine Frage der Auslegung, vielleicht auch eine Frage des Vertrauens? Und bei dieser ganzen Thematik stellt sich nat\u00fcrlich auch die Frage des Missionierens. Immer wieder h\u00f6rt man von Evangelisation, h\u00f6rt man davon, dass Leute Jesus kennenlernen sollen. Braucht es das, damit diese Menschen gerettet werden oder geht es um etwas ganz anderes? Zumindest las ich letztens ein Buch, das mir eine andere Sichtweise gab, die ich euch kurz an dieser Stelle mitgeben m\u00f6chte. Die Idee ist dabei eben nicht zu missionieren, damit Leute gerettet werden. Weil gerettet sind wir wom\u00f6glich alle (who knows?). Aber wir d\u00fcrfen missionieren, damit die Menschen hier auf Erden zu Lebzeiten schon Gottes Herrlichkeit genie\u00dfen k\u00f6nnen. Damit wir gemeinsam hier an Gottes Reich bauen und es vorbereiten, weil das einfach das Beste f\u00fcr uns ist. Gott ist gut! Und wenn ich diese grundlegende Annahme in meinem Leben verinnerliche, muss ich mich nicht theologisch dar\u00fcber streiten, wie genau das jetzt mit der Erl\u00f6sung funktioniert und wie nicht. Wenn ich davon ausgehe, dass Gott gut ist und nur Gutes mit uns vorhat, dann sollte ich den Leuten davon erz\u00e4hlen, die gute Nachricht, das Evangelium weitergeben. Damit eben nicht nur wir selbst diese Freude hier zu Lebzeiten schon sp\u00fcren, sondern auch die, die vielleicht in Verbitterung, Traurigkeit und Hass leben, diese Freude kennenlernen d\u00fcrfen. Lasst uns diese gute Nachricht in die Welt tragen!\r\n<em>(R. Heberlein)<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Trotzdem statt aber (01. September 2024)<\/h3>\r\nBilde doch mal einen Satz, der das Wort \u00bbaber\u00ab beinhaltet und der f\u00fcr dich steht. Also beispielsweise: Ich m\u00f6chte gerne ins Kino gehen, aber ich habe noch so viel Arbeit zu erledigen. Ich denke, wir kennen solche S\u00e4tze. S\u00e4tze, die unser eigentliches Vorhaben relativieren. Und jetzt, und diesen Hinweis habe ich selbst durch eine Andacht mal bekommen, schau dir deinen Satz nochmal an und ersetze das Wort \u00bbaber\u00ab durch das Wort \u00bbtrotzdem\u00ab. Ich m\u00f6chte gerne ins Kino gehen, trotzdem, dass ich noch so viel Arbeit zu erledigen habe. \u00bbAber\u00ab ist immer ein Ausschlusskriterium. Es geht nicht, denn, aber, und so weiter &#8230; \u00bbTrotzdem\u00ab hei\u00dft, ich kann es irgendwie trotzdem machen. Ich m\u00f6chte gerne in den Gottesdienst gehen, aber ich bin doch so m\u00fcde. Ich gehe in den Gottesdienst, trotzdem, dass ich so m\u00fcde bin. Ich w\u00fcrde gerne mehr beten, aber ich habe doch keine Zeit. Ich bete mehr, trotzdem, dass ich keine Zeit habe. Oft wird Christsein als \u00bbentweder oder\u00ab verstanden. Entweder du bist jetzt Christ und machst das jetzt alles ganz radikal oder du l\u00e4sst es bleiben. Aber das ist es nicht. Nat\u00fcrlich spricht die Bibel davon, dass wir umkehren sollen, dass wir auch radikal sein sollen, radikal Liebe \u00fcben. Aber da geht es eben um solche Dinge wie unsere Grundhaltung, die viel radikaler sein sollte. Das hei\u00dft aber nicht unbedingt, dass wir alles \u00fcber den Haufen werfen sollen. Paulus spricht an einer Stelle in der Bibel, dass, wenn wir berufen sind, wenn wir umkehren, wenn wir Christen werden, wir trotzdem in unserem Stand bleiben sollen. Beispielsweise sollen wir unseren Job nicht aufgeben. Wir sollen nicht alle Missionar*innen werden. Wenn wir das tun, w\u00fcrden a) die Leute fehlen, die die Missionsreisen bezahlen, und b) g\u00e4be es ja keine Menschen mehr zu missionieren. Ist ja logisch. Es gilt nat\u00fcrlich nicht, wenn du irgendeinen Job hast, oder irgendeine Gewohnheit, die sehr antig\u00f6ttlich oder s\u00fcndhaft ist, die Menschen verletzt oder betr\u00fcgerisch ist. Klar, das solltest du nat\u00fcrlich sein lassen. Es geht aber darum, wenn du beispielsweise B\u00e4ckerin bist und dich bekehrst, solltest du nicht aufh\u00f6ren, B\u00e4ckerin zu sein, um vielleicht irgendwo in der Kirche mitzuarbeiten. Sondern bleib doch B\u00e4ckerin und ehre so Gott. Vielleicht weil du Br\u00f6tchen f\u00fcr die Gemeinde backst. Vielleicht weil du einfach Liebe an deine Kund*innen verspr\u00fchst. Ein bekannter Satz in der Bibel lautet: <em>\u00bbOb ihr esst oder trinkt oder sonst etwas tut, so tut alles zur Ehre Gottes.\u00ab<\/em> (1. Korinther 10,31). Nicht, was genau, sondern Hauptsache zur Ehre Gottes. Und um den Kreis zu schlie\u00dfen: <em>\u00bbAlles, was ihr tut, geschehe in Liebe.\u00ab<\/em> (1. Korinther 16,14). ALLES. Lasst uns also aus dem \u00bbABER\u00ab ein \u00bbTROTZDEM\u00ab machen.\r\n\r\n<em>(R. Heberlein)<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Wir m\u00fcssen uns ver\u00e4ndern lassen (01. August 2024)<\/h3>\r\nAls Papa gehe ich so manchen Abend mit dem Gef\u00fchl ins Bett: <em>Morgen werde ich es besser machen.<\/em> Morgen bin ich ein besserer Papa, ein besserer Mensch. Morgen bin ich geduldiger. Morgen werde ich ruhiger sein. Ab morgen bin ich quasi ein anderer. Ich denke, man muss nicht Papa oder Mama sein, um dieses Gef\u00fchl zu haben. Ich denke, wir kennen das alle, dass wir nach stetiger Selbstoptimierung suchen. Doch warum klappt das so selten? Vielleicht k\u00f6nnte man meinen, bei all diesen Gedanken ist das Wort <em>\u00bbmorgen\u00ab<\/em> das Problem. Warum fangen wir nicht heute damit an? Ja, stimmt. Heute ist wohl besser als morgen. Aber ich glaube nicht, dass <em>\u00bbmorgen\u00ab<\/em> bei der ganzen Sache das Problem ist. Ich denke, es ist ein anderes Wort, n\u00e4mlich <em>\u00bbich\u00ab<\/em>. Besonders an den Abenden, an denen ich sogar ins Gebet gehe und sage: <em>Herr, morgen werde ich es besser machen!<\/em>, folgt meist schon am fr\u00fchen Morgen des n\u00e4chsten Tages irgendetwas, bei dem ich vollkommen versage. Obwohl ich mir doch vorgenommen hatte, ruhiger und geduldiger zu sein, kommt irgendeine Situation, die mich genau das Gegenteil sein l\u00e4sst, die mich an den Rand meiner Geduld und meiner Nerven bringt. Da scheint es also einen Zusammenhang zu geben. Das <em>Ich-nehme-mir-vor-dass-ich-es-besonders-gut-machen-werde<\/em> f\u00fchrt dazu, dass ich es eben gerade nicht schaffe. Und die Antwort liegt auf der Hand, und dennoch ist sie so schwer zu verstehen. Nicht ich kann Ver\u00e4nderung oder Besserung herbeif\u00fchren, sondern <em>Gott<\/em> allein kann das. Es ist so paradox, aber: Wir m\u00fcssen uns ver\u00e4ndern lassen. Ein Satz, der sehr schwer zu verstehen ist, aber meines Erachtens die einzige L\u00f6sung f\u00fcr dieses Problem darstellt. Wir m\u00fcssen uns ver\u00e4ndern lassen. Dinge abzugeben, f\u00e4llt uns so schwer. Wie sang schon Jupiter Jones: \u00bbIch will mich nicht beschweren, ich will mich eigentlich erleichtern.\u00ab Geben wir uns in Gottes H\u00e4nde und sp\u00fcren eine Leichtigkeit, die unvergleichlich und zugleich so ver\u00e4ndernd ist.\r\n\r\n<em>(R. Heberlein)<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Jesus Freak (30. Juni 2024)<\/h3>\r\nHeute habe ich einen Lesetipp f\u00fcr euch. Ich hab mal geh\u00f6rt, dass es sieben B\u00fccher im Leben eines Menschen geben soll, die ihn wirklich ver\u00e4ndern. Das ist nat\u00fcrlich nur so dahingesagt, aber dennoch kann ich euch sagen, dass es in meinem Leben bisher ein Buch auf dieser Liste gab, n\u00e4mlich von Shane Claiborne \u00bbIch muss verr\u00fcckt sein, so zu leben: Kompromisslose Experimente in Sachen N\u00e4chstenliebe\u00ab. Neulich allerdings kam nun ein zweites Buch auf dieser Liste hinzu, n\u00e4mlich die Biografie von Martin Dreyer, dem Gr\u00fcnder der Jesus Freaks und Hauptautoren der Volxbibel. Dieses Buch, \u00bbJesus Freak\u00ab, hat mich unfassbar beeindruckt. Mit einer absoluten Ehrlichkeit und Offenheit beschreibt der Autor seine Abst\u00fcrze, vor allem aber eben auch seine Erfahrungen mit Jesus, die beinahe wirklich unglaublich sind. Und die mich im Glauben wieder ganz neu motiviert haben. Mich hat dieses Buch sehr zum Nachdenken angeregt, dar\u00fcber, wie mein Glaube eigentlich ist, wie er mal war und wie er definitiv sein sollte. Neben dem, dass ich euch dieses Buch hiermit als Leseempfehlung sehr ans Herz lege \u2013 vielleicht ja die passende Strandlekt\u00fcre im Urlaub? \u2013, finde ich es toll, in welchen Formen Gott zu uns spricht. Eben nicht nur durch Predigten oder pers\u00f6nliche Zeugnisse, nein, auch durch Musik, durch Filme, B\u00fccher und dergleichen. Ich w\u00fcnsche euch Gottes Segen und ein offenes Ohr und Auge daf\u00fcr, wie Gott mit euch sprechen und euch erreichen m\u00f6chte.\r\n\r\n<em>(R. Heberlein)<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Wer von euch kann durch Sorgen sein Leben auch nur um einen Tag verl\u00e4ngern? (02. Juni 2024)<\/h3>\r\nLetztens bekam ich eine Sprachnachricht von meiner besten Freundin. Wir schicken uns quasi immer Sprachnachrichten hin und her und wir berichten uns dann immer gegenseitig von unserem Tag. Und in einem ganz kleinen Nebensatz w\u00fcnschte sie mir dann, dass mein Tag schnell vorbeiginge. Es war kein besonders schlimmer Tag, es war einfach ein ganz normaler \u00bbAlltagstag\u00ab sozusagen. Und dieser Satz triggerte mich, dieser Satz l\u00f6ste etwas in mir aus. Ist das wirklich etwas, was man sich w\u00fcnscht? Dass der Tag schnell vorbeigeht? Weil das bedeuten w\u00fcrde, mein heutiger Tag soll doch hoffentlich schnell vergehen. Aber morgen ist ja auch wieder Alltag \u2013 dann hoffen wir, dass dieser bitte auch schnell vergeht. Und irgendwann sind wir tot. Aber wann leben wir eigentlich? Was macht denn unser Leben aus? Unser Leben macht ja aus, dass wir eigentlich jeden Tag gut leben. Sagt ja auch Jesus: <em>Wer von euch kann durch Sorgen sein Leben auch nur um einen Tag verl\u00e4ngern? [\u2026] Qu\u00e4lt euch also nicht mit Gedanken an morgen; der morgige Tag wird f\u00fcr sich selber sorgen. Es gen\u00fcgt, dass jeder Tag seine eigene Last hat.<\/em> (Matth\u00e4us 6,27+34) Und sicherlich gibt es mal Tage, die unangenehmer sind. Aber ich glaube, wenn ich in meinem Alltag Dinge regelm\u00e4\u00dfig tue, bei denen ich hoffe, dass sie schnell vorbeigehen, dann sollte ich definitiv an meinem Alltag etwas \u00e4ndern. Denn das sollte nicht die Norm sein. Wenn wir immer nur hoffen, dass dieser und jener Tag schnell vorbeigeht, ja, dann kann man wirklich mal fragen: Wann leben wir eigentlich?\r\n<em>(R. Heberlein)<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Der kleine Skeptiker (28. April 2024)<\/h3>\r\nIm Bauch einer schwangeren Frau waren einmal zwei Embryos. Einer davon ist der kleine Gl\u00e4ubige und einer der kleine Skeptiker.\r\n\r\n<strong>Der kleine Skeptiker fragt:<\/strong> Glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?\r\n\r\n<strong>Der kleine Gl\u00e4ubige:<\/strong> Ja klar, das gibt es. Unser Leben hier ist nur dazu gedacht, dass wir wachsen und uns auf das Leben nach der Geburt vorbereiten, damit wir dann stark genug sind f\u00fcr das, was uns erwartet.\r\n\r\n<strong>Der kleine Skeptiker:<\/strong> Bl\u00f6dsinn, das gibt&#8217;s doch nicht. Wie soll denn das \u00fcberhaupt aussehen ein Leben nach der Geburt?\r\n\r\n<strong>Der kleine Gl\u00e4ubige:<\/strong> Das wei\u00df ich auch noch nicht so genau. Aber es wird sicher viel heller sein als hier. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen.\r\n\r\n<strong>Der kleine Skeptiker:<\/strong> So ein Quatsch! Herumlaufen, das geht doch gar nicht. Und mit dem Mund essen, so eine komische Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ern\u00e4hrt. Au\u00dferdem geht das gar nicht, dass es ein Leben nach der Geburt gibt, weil die Nabelschnur schon jetzt viel zu kurz ist.\r\n\r\n<strong>Der kleine Gl\u00e4ubige:<\/strong> Doch, es geht bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders.\r\n\r\n<strong>Der kleine Skeptiker:<\/strong> Es ist noch nie einer zur\u00fcckgekommen von nach der Geburt. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Und das Leben ist eine einzige Qu\u00e4lerei, und dunkel.\r\n\r\n<strong>Der kleine Gl\u00e4ubige:<\/strong> Auch wenn ich nicht so genau wei\u00df, wie das Leben nach der Geburt aussieht, jedenfalls werden wir dann unsere Mutter sehen und sie wird f\u00fcr uns sorgen.\r\n\r\n<strong>Der kleine Skeptiker:<\/strong> Mutter?!? Du glaubst an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?\r\n\r\n<strong>Der kleine Gl\u00e4ubige:<\/strong> Na hier, \u00fcberall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie k\u00f6nnten wir gar nicht sein.\r\n\r\n<strong>Der kleine Skeptiker:<\/strong> Quatsch von einer Mutter habe ich ja noch nie was gemerkt, also gibt es sie auch nicht.\r\n\r\n<strong>Der kleine Gl\u00e4ubige:<\/strong> Manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen h\u00f6ren, oder sp\u00fcren wenn sie unsere Welt streichelt. Ich glaube auf jeden Fall, dass unser eigentliches Leben erst dann beginnt.\r\n\r\n<em>(nach Henri J. M. Nouwen)<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Not a fan (01. April 2024)<\/h3>\r\nIch schaue ja bekanntlich gerne Filme. Und letztens sah ich einen, der quasi eine einzige gro\u00dfe Predigt war. Es ging haupts\u00e4chlich um unsere Werke im Glauben. Dass also der Glaube ohne Werke tot ist (Jakobus 2,14-26). Und genau aus diesem Film m\u00f6chte ich heute eine kleine Geschichte, die diese Thematik meines Erachtens sehr passend veranschaulicht, wiedergeben. Hier der Auszug aus der Predigt:\r\n\r\n<em>Angenommen, ich w\u00fcrde mit meiner Familie wegfahren, in Urlaub f\u00fcr einen Monat. Und in der Zeit wohnt ein jung verheiratetes P\u00e4rchen im Haus, um auf alles aufzupassen. Meine Frau und ich machen ein Notizbuch zurecht, mit allen Informationen, die in unserer Abwesenheit vielleicht n\u00fctzlich sein k\u00f6nnten. Da steht drin, ja zum Beispiel, wann die Pflanzen Wasser brauchen, was unsere Haustiere ben\u00f6tigen. Da sind Details im Notizbuch, wie, der Abfall wird am Donnerstagmorgen abgeholt, Mittwochabend m\u00fcsst ihr ihn rausstellen. Toilette im Erdgeschoss leckt. Also bitte denkt auch dran, dort unbedingt das Wasser abzustellen. Gehen wir mal davon aus, das P\u00e4rchen ist gl\u00fccklich \u00fcber das Notizbuch und verspricht uns, sich konsequent daran zu halten. Aber wenn wir dann irgendwann zur\u00fcckkommen, so nach 30 Tagen, schon bei der Einfahrt auf das Grundst\u00fcck sehen wir, wie der M\u00fcll leider \u00fcberall rumfliegt. Da ist wohl was schief gelaufen. Die Pflanzen sind vertrocknet und die Toilette im Erdgeschoss ist \u00fcbergelaufen, da ist alles feucht geworden. Und dann sehe ich hinterm Haus nach und muss feststellen, dass all unsere Haustiere gestorben und begraben sind. Und die beiden kommen auf uns zu, mit dem Notizbuch, ganz aufgeregt, uns zu sehen. Sagen, wie hilfreich es war, diese Informationen gehabt zu haben. Sie sagen, sie haben alles gut durchgelesen und sie haben sogar diskutiert \u00fcber das kleine Notizbuch. Ja, wirklich. Sie haben sich Stellen angestrichen, die ihnen besonders wichtig vorkamen. Sie haben sogar andere P\u00e4rchen eingeladen, um gemeinsam in dem Notizbuch zu lesen. Was w\u00fcrde ich denn dem Paar sagen? Ich w\u00fcrde sagen, hinweg von mir, ihr \u00dcbelt\u00e4ter, richtig? Ich meine, es geht hier nicht darum, ob sie wissen. Es geht um das Tun. Es reicht nicht aus, den Willen Gottes zu kennen. Wir haben danach zu leben. (aus dem Film: not a fan. \u2013 Die Geschichte eines Nachfolgers)<\/em>\r\n\r\nR. Heberlein<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Die Erreichung der 50.0000 (03. M\u00e4rz 2024)<\/h3>\r\nLetztens postete ein Bekannter von mir in seinem WhatsApp-Status einen YouTube-Link zu einer Predigt. Der Titel war vielversprechend: \u00bbJesus und die AfD\u00ab. Und ich nehme gleich vorweg, dass die Predigt zwar gut, aber jetzt auch aus meiner Sicht nicht \u00fcberragend war. Aber darum soll es an dieser Stelle auch nicht gehen. Etwas anderes fand ich sehr bemerkenswert. Diese Predigt war aus einem Gottesdienst heraus gefilmt. Und ich sah mir die Kommentare an, die einerseits mit einer Anzahl von \u00fcber 500 beachtlich und andererseits durchweg positiv waren. Und ich sah mir die Aufrufe f\u00fcr das Video an, das mit mittlerweile \u00fcber 50.000 doch eine ordentliche Reichweite hat. Das \u00dcberraschende war, dass, als zum Ende des Videos das Bild die komplette zuh\u00f6rende Gemeinde zeigte, dort insgesamt 17 Menschen plus ein Ministrant sa\u00dfen. Und das faszinierte mich. Dieser Pater, der die Predigt hielt, hielt sie f\u00fcr 18 Leute. Wie oft denke ich, dass ich eine doch ziemlich gute Predigt vorbereitet h\u00e4tte und wie sehr hoffe ich, dass doch viele und vor allem genau die und die und genau die am Sonntag im Gottesdienst sein werden, damit sie diese Predigt h\u00f6ren. Und wie \u00bbvergeudet\u00ab sie doch w\u00e4re, wenn da vielleicht nur 5 Menschen sitzen und sie h\u00f6ren w\u00fcrden. Dieser Blickwinkel ist sehr egoistisch und klein. Denn ich wei\u00df doch, dass Gott Gro\u00dfes bewirken kann. Gott kann aus ganz kleinen und einfachen Dingen sehr, sehr Gro\u00dfes entstehen lassen. Unsere Aufgabe ist nicht, daf\u00fcr zu sorgen, dass wir m\u00f6glichst viele Zuschauende oder Zuh\u00f6rende bekommen. Sondern ich glaube, unsere Aufgabe ist, dass das, was es bei uns zu schauen und zu h\u00f6ren gibt, gut ist. Dass wir die gute Nachricht verk\u00fcnden. Dass der Inhalt stimmt. Dass wir Gott die Ehre geben. Und er kann damit Gro\u00dfes bewirken. So wie bei dem Priester aus dem Video. Die Predigt hielt er vor 18 Menschen. Aber Zehntausende haben sie am Ende gesehen. Sicher war das nie seine Absicht gewesen. Aber vielleicht genau deshalb haben seine Worte diese Reichweite bekommen. Gott ist gro\u00df. Vor allem in unserer begrenzten Handlungsf\u00e4higkeit. Lasst uns das immer wieder bewusst machen und treu in den kleinen Dingen sein. Denn Gott bewirkt Gro\u00dfes!\r\n\r\n<em>R. Heberlein<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>03. Februar 2024<\/h3>\r\nForrest Gump beschrieb das Leben ziemlich pr\u00e4gnant in einem Satz: \u00bbDas Leben ist wie eine Schachtel Pralinen \u2013 man wei\u00df nie, was man kriegt.\u00ab Ist das im Leben so? Wei\u00df ich wirklich nie, was ich bekomme? Vielleicht ja, vielleicht aber auch nicht. Vielleicht hat der einsame Typ auf dieser Bank an der Bushaltestelle ja recht und man wei\u00df tats\u00e4chlich nicht, was einen erwartet. Au\u00dferdem ist es wohl eine Frage der Perspektive. Es kann spannend sein, nicht zu wissen, was als N\u00e4chstes kommt und ich kann mit Offenheit, Spannung und Neugier dem Ungewissen gegen\u00fcbertreten. Es kann mir aber auch Angst machen, wenn ich keinen Plan vom Leben habe, in den Tag hineinlebe und die Zukunft ein dunkler Fleck zu sein scheint. Genau dann fange ich an zu zweifeln: Sorgt Gott tats\u00e4chlich f\u00fcr mich? Wird alles gut ausgehen? Gibt es Gott denn wirklich? Vielleicht kennt ihr Menschen, die genau diese Gedanken haben \u2013 vielleicht seid ihr selbst einer davon. Was tun, wenn ich nicht hundertprozentig vertrauen kann? Wenn ich nicht wie die Kinder sein kann, so wie es Jesus von uns m\u00f6chte? Gott sei Dank gibt es die Bibel und Gott sei Dank hat Gott auf all unsere Fragen eine Antwort parat. Gott sagt uns, was wir mit den Zweiflern tun sollen: \u00bbErbarmt euch derer, die zweifeln.\u00ab, hei\u00dft es im Brief des Judas. Wir sollen sie nicht absto\u00dfen. Wir sollen sie nicht missachten. Wir sollen sie nicht mit ihren Zweifeln allein lassen. Wir sollen uns ihrer erbarmen. Wir sollen uns um sie k\u00fcmmern. Allein dieser kurze Vers zeigt, dass Zweifeln keine Schande ist oder gar von Gott verachtet wird. Zweifel geh\u00f6ren zum Leben dazu. Trotzdem sollen wir uns immer wieder auf Gott ausrichten, auf das h\u00f6ren, was er uns sagt. Denn es hei\u00dft: \u00bbDer Engel des Herrn lagert sich um die her, die ihn f\u00fcrchten.\u00ab (Psalm 34,8). Wenn wir uns immer wieder an Gott halten, dann wird er f\u00fcr uns sorgen. Er wird uns gn\u00e4dig sein, wenn wir zweifeln oder Fehler machen. Und dann \u2013 m\u00f6ge das Leben eine auch noch so gro\u00dfe Pralinenschachtel sein \u2013 k\u00f6nnen wir uns sicher sein, dass, egal was kommt, Gott bei uns ist und uns beisteht.\r\n\r\nR. Heberlein<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>\u00bbAlles, was ihr tut, geschehe in Liebe.&#8220; (1. Korintherbrief 16, 14) vom 01. Januar 2024<\/h3>\r\nEin neues Jahr liegt vor uns, und mit ihm die Gelegenheit, Neues zu beginnen und Altes hinter uns zu lassen. Die Jahreslosung f\u00fcr 2024 gibt uns eine einfache, aber kraftvolle Richtlinie mit auf den Weg: \u00bbAlles, was ihr tut, geschehe in Liebe.\u00ab In einer Welt, die oft von Hektik, Stress und unterschiedlichen Meinungen gepr\u00e4gt ist, kann diese Losung uns daran erinnern, wie wichtig es ist, Liebe in all unseren Handlungen zu verwurzeln. Liebe ist mehr als nur ein Gef\u00fchl \u2013 es ist eine bewusste Entscheidung, die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen, zu pr\u00e4gen. Wenn wir uns diese Losung zu Herzen nehmen, k\u00f6nnen wir unseren Alltag, sei es im Beruf, in der Familie oder in der Gemeinschaft, auf eine liebevolle Weise gestalten. Das bedeutet nicht, dass wir immer einer Meinung sein m\u00fcssen, aber es erinnert uns daran, respektvoll miteinander umzugehen, Verst\u00e4ndnis f\u00fcreinander zu haben und Gro\u00dfz\u00fcgigkeit zu zeigen. Liebe ist eine Kraft, die Br\u00fccken baut, Herzen heilt und Gemeinschaften st\u00e4rkt. In diesem neuen Jahr lade ich uns alle dazu ein, bewusst zu handeln und dabei die Liebe als Leitfaden zu w\u00e4hlen. In den kleinen und gro\u00dfen Momenten des Lebens k\u00f6nnen wir diese einfache Wahrheit leben: Alles, was wir tun, geschehe in Liebe. M\u00f6ge dieses Jahr ein Jahr der Liebe, des Friedens und der Gemeinschaft f\u00fcr uns alle sein.\r\n\r\nR. Heberlein<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>\u00bbUnd Gott sprach: &#8218;Es werde Licht!&#8216; Und es ward Licht.&#8220; (1. Mose 1,3) vom 01. Dezember 2023<\/h3>\r\nSchonmal \u00fcber die Vielfalt dieses Lichts nachgedacht? Gott schenkt uns ja nicht nur ein Licht, sondern eine ganze Palette an Farben. Wie in einem Regenbogen, repr\u00e4sentiert jede Farbe eine besondere \u00bbEigenschaft\u00ab Gottes. Rot steht f\u00fcr die Liebe, die uns in Christus geschenkt wird. Gr\u00fcn erinnert an die Hoffnung und das Wachstum, Blau steht f\u00fcr den Frieden, den Jesus bringt, und Gelb repr\u00e4sentiert die Freude seiner Geburt. Lasst uns diese Adventszeit nutzen, um die Vielfalt um uns herum zu sch\u00e4tzen. M\u00f6ge unser Miteinander so bunt sein wie das Licht Christi. Lasst uns in Liebe, Hoffnung, Frieden und Freude gemeinsam auf die Ankunft unseres Herrn warten. Gottes Segen f\u00fcr eine nicht nur beleuchtete, sondern vor allem bunte Adventszeit!\r\n\r\nR. Heberlein<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>&#8222;\u00bbDer Herbst ist ein zweiter Fr\u00fchling, wo jedes Blatt zur Bl\u00fcte wird.\u00ab (Albert Camus)&#8220; vom 29. Oktober 2023<\/h3>\r\nHabt ihr schon bemerkt, wie die B\u00e4ume drau\u00dfen in den sch\u00f6nsten Farben erstrahlen? Der Herbst malt die Welt um uns herum in ein wahres Feuerwerk aus Gelb, Orange und Rot. \u00c4hnlich wie die Bl\u00e4tter sich im Herbst ver\u00e4ndern und in neuer Pracht erstrahlen, so durchleben auch wir st\u00e4ndig Ver\u00e4nderungen. Manchmal m\u00f6gen sie uns kalt erscheinen, so wie der Wind, der die Bl\u00e4tter von den B\u00e4umen fegt. Ich denke, die aktuelle Situation im Weltgeschehen muss ich dabei nicht n\u00e4her erl\u00e4utern. Doch in dieser st\u00e4ndigen Ver\u00e4nderung liegt auch eine tiefe Verhei\u00dfung. Sie erinnert uns daran, dass wir selbst in unseren dunkelsten Stunden Hoffnung sch\u00f6pfen k\u00f6nnen, denn genauso wie der Herbst dem Winter weicht, so folgt auch auf jede Herausforderung ein neues Kapitel des Wachstums und der Erneuerung. Lasst uns diese Zeit nutzen, um auch in unseren Herzen Platz f\u00fcr Ver\u00e4nderung zu schaffen. So wie die Natur sich ihren Gegebenheiten anpasst, so d\u00fcrfen auch wir uns immer wieder neu ausrichten und uns auf das besinnen, was wirklich z\u00e4hlt. Der Herbst lehrt uns, loszulassen, um Raum f\u00fcr Neues zu schaffen. Er erinnert uns daran, dass selbst im Fallen der Bl\u00e4tter ein Versprechen auf neues Leben verborgen liegt. Ich w\u00fcnsche euch Gottes Segen!\r\n\r\nR. Heberlein<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>&#8222;Wo war Gott?&#8220; (01. September 2023)<\/h3>\r\nVor ein paar Wochen war ich mit einer Gruppe meiner Schule in O\u015bwi\u0119cim, Polen. Besser wohl bekannt unter dem Namen, den damals die Nazis diesem Ort gegeben haben, n\u00e4mlich Auschwitz. Wir besuchten dort sowohl das Arbeits- als auch das Vernichtungslager, erfuhren von zahlreichen, schrecklichen Einzelschicksalen und vielen, vielen anderen Grausamkeiten. Bei einem Gespr\u00e4ch mit einem Priester vor Ort wurde ihm eine f\u00fcr mich sehr einpr\u00e4gsame Frage gestellt: Wo war Gott? Wo war Gott in Auschwitz? Der Priester antwortete, dass ihm die Fragestellung nicht gefiele. Denn diese setzt gewisserma\u00dfen voraus, dass es nicht die Verantwortung von Menschen gewesen sei. Es waren aber Menschen. Einer der bewegendsten Momente war wahrscheinlich die Begegnung mit Lidia Maksymowicz. Sie wurde damals mit drei Jahren nach Auschwitz geschickt und ist nun eine der letzten noch lebenden \u00dcberlebenden. Bei all den schrecklichen Geschichten, die sie uns berichtete, erz\u00e4hlte sie uns auch, dass sie den Glauben nicht verloren hat.\r\nWir h\u00f6rten w\u00e4hrend unserer Zeit dort immer wieder von Gesten und Taten der N\u00e4chstenliebe. So gab es beispielsweise Pater Maximilian Kolbe, der sein Leben f\u00fcr einen H\u00e4ftling gab und anstelle seiner in den Tod gegangen ist.\r\nAlso: Warum, Gott?\r\nIch: Keine Ahnung.\r\nAber: Gott ist bei uns.\r\nAuch in den dunkelsten Stunden unseres Lebens und unserer Geschichte.\r\nGott ist bei uns in den kleinen und gro\u00dfen Gesten des Alltags.\r\nGott ist bei uns.\r\n\r\n<em>F\u00fcrchte dich nicht, ich stehe dir bei! Hab keine Angst, ich bin dein Gott! Ich mache dich stark, ich helfe dir, ich sch\u00fctze dich mit meiner siegreichen Hand! (Jesaja 41,10)<\/em>\r\n\r\nR. Heberlein<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>&#8222;Wenn du nicht w\u00e4chst, verrottest du.&#8220; (27. August 2023)<\/h3>\r\nDieses Zitat, das ich in einer Serie aufgeschnappt habe, erinnert uns daran, wie wichtig es ist, nicht auf der Stelle zu treten, sondern, naja, eben zu wachsen. In unseren Beziehungen, in unserem Alltag und vor allem in unserem Glauben. Schon Petrus ermutigt uns, in der Gnade und Erkenntnis Christi zu wachsen (2. Petrus 3,18). Jesus selbst vergleicht sich mit einem Weinstock, aus dem wir unsere geistliche Nahrung ziehen (Johannes 15,5). Unsere Beziehung zu Gott sollte sich also kontinuierlich vertiefen. Nicht immer einfach, das wei\u00df ich nur zu gut! Was hilft? Keine Ahnung, aber Dranbleiben ist ein guter (erster) Schritt. Im Gebet, im Bibellesen, in der (christlichen) Gemeinschaft. Lasst uns t\u00e4glich wachsen! Das w\u00fcnsche ich euch, das w\u00fcnsche ich mir. Denn verrotten klingt nicht nach einer schmackhaften Alternative\u2026\r\n\r\nR. Heberlein<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>&#8222;Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz&#8220; (30. Juli 2023)<\/h3>\r\n\u00bbNicht jeder Schatz besteht aus Silber und Gold, wei\u00dft du!\u00ab Dieses Zitat stammt von einem der wohl ber\u00fchmtesten Piraten unserer Neuzeit: Jack Sparrow (\u2019tschuldigung \u2026 ich meine nat\u00fcrlich CAPTAIN Jack Sparrow, klar soweit?!) Doch sind wir mal ehrlich \u2026 manchmal h\u00e4tten wir es schon gerne, wenn unser Schatz aus ebendiesem Silber und Gold best\u00fcnde, nicht wahr? Welch weiteren Sch\u00e4tze man sich damit nicht alles kaufen k\u00f6nnte \u2026 Die Bibel sagt, dass alle Anh\u00e4ufung von Sch\u00e4tzen auf Erden so verg\u00e4nglich und damit so sinnlos ist. Unser Schatz \u2013 und damit auch unser Herz \u2013 sollte nur bei dem EINEN sein, klar soweit?!\r\n\r\nR. Heberlein<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>\u00bbDer Kern des menschlichen Wesens bildet sich aus neuen Erfahrungen.\u00ab (29. Juni 2023)<\/h3>\r\nDieses Zitat stammt aus einem der sch\u00f6nsten und motivierendsten Filme, die ich kenne: Into the Wild. Ein Film, der dazu ermutigt, alternative Wege zu gehen, neue Erfahrungen zu machen, sich aufzumachen und das Leben neu und anders zu entdecken. Ja, auch wir werden einige neue Erfahrungen machen in der anstehenden (Vakanz-)Zeit. Doch genau solche und andere Erfahrungen treiben uns an, lassen uns nicht stillstehen. Ich w\u00fcnsche uns, dass wir in unserem Alltag ob ganz pers\u00f6nlich oder als Teil dieser Gemeinde sowohl die guten als auch die weniger guten Erfahrungen annehmen, um sie als Antrieb zu nutzen. Als Antrieb, uns und andere voranzubringen und so Gottes Reich auf Erden zu bauen und zu gestalt en. Denn SEIN Reich komme\u2026\r\n\r\nR. Heberlein<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>28. Mai 2023<\/h3>\r\nLetztens h\u00f6rte ich in meiner Lieblings-Soap einen Satz, der, wie ich nach kurzer Recherche feststellte, nicht neu ist, sondern auf irgendwelchen Spr\u00fcche-\/Zitaten-Websites anscheinend schon l\u00e4nger zu finden ist. Und dieser Satz ist so simpel und doch eindrucksvoll, dass ich \u00fcberrascht war, ihn nicht zu kennen. Und er passt zu einer Situation, die mir letztens auf dem Schulhof mit meiner Chefin passierte. Es ging darum, dass ich mich anl\u00e4sslich eines Schulfestes mit zahlreichen G\u00e4sten und einem gro\u00dfen Wirrwarr mit meiner Klasse zusammenfinden sollte. Dummerweise sagte ich meiner Klasse im Vorhinein: \u00bbWir treffen uns auf dem Schulhof.\u00ab Ohne zu wissen, dass da so viel los sein w\u00fcrde, dass ich 20 junge Menschen niemals h\u00e4tte \u00fcberblicken k\u00f6nnen. Als ich sie also versuchte, zusammenzufinden, meinte meine Chefin recht trocken zu mir: \u00bbHabt ihr euch keinen Treffpunkt ausgemacht?\u00ab Meine Antwort: \u00bbSchulhof halt.\u00ab Sie lachte. Ich daraufhin: \u00bbMann, ich bin halt nicht perfekt.\u00ab Sie daraufhin: \u00bbAber fast.\u00ab Nat\u00fcrlich meinte sie dies ironisch, ohne falsche Bescheidenheit an den Tag zu legen. Ich bin nicht perfekt, das wei\u00df ich. Und dennoch streben wir oft danach, genau diese Perfektion zu erreichen. Schaffen werden wir dies nie. Und das ist okay. Das ist so was von vollkommen okay. Denn es gibt einen, der perfekt ist. Und das reicht. Das reicht so was von vollkommen. Und dazu also passend der Spruch, der mir ganz neu war und so sch\u00f6n, unser Streben nach Perfektion abmildert:\r\n\u00bbWir alle machen Fehler; deswegen ist hinten beim Bleistift noch ein Radiergummi dran.\u00ab\r\n\r\nR. Heberlein<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>30. April 2023<\/h3>\r\nIch liebe das Leben! Und wir als Christen haben dieses Leben in ganz besondere Weise erst vor wenigen Wochen gefeiert \u2013 Ostern! Und da ich auch Filme liebe, habe ich ein Zitat* gefunden, welches das Feiern dieses wunderbaren Lebens sehr treffend beschreibt.\r\n\r\n<em>\u00bbWir haben den wichtigsten Auftrag, der uns allen erteilt ist, kurzerhand den R\u00fccken gekehrt: ein Leben zu leben, das reich an Erfahrungen ist. Das zu tun, bleibt unsere freie Entscheidung. Nutzt euer Dasein, Leute! Wieso machen wir den Tod nicht zu unserem engsten Freund, damit wir vielleicht am Ende eine Sekunde, eine Millisekunde Sch\u00e4tzenswertes erleben in dem bisschen Zeit, das uns bleibt? Und das Wichtigste von allem: Lasst uns gut leben, damit wir gut sterben k\u00f6nnen, denn wir waren dem Tod noch nie so nahe <\/em><em>wie gerade in diesem Moment.\u00ab<\/em>\r\n(aus dem Film: The Professor \/ Richard Says Goodbye &#8211; *lediglich an zwei Stellen, habe ich aufgrund des Ausdrucks Worte weggelassen, die den Inhalt aber nicht tangieren)\r\n\r\nLasst uns unser Leben leben \u2013 immer wieder, an jedem Tag neu \u2013, denn es ist ein Geschenk. Ein Geschenk dessen, der genau dieses Leben in seinen H\u00e4nden h\u00e4lt und uns dennoch nicht wie Marionetten steuert. Wir d\u00fcrfen entscheiden, wie wir dieses Leben gestalten. Wir d\u00fcrfen unsere eigenen Erfahrungen machen. Dank sei dem, der es gibt!\r\n\r\nR. Heberlein<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Leben im Wandel, Buchst\u00fccke\u2026 (30. M\u00e4rz 2023)<\/h3>\r\nKlimawandel &#8211; Kulturwandel &#8211; Sinneswandel &#8211; Wandlung &#8211; Verwandlung\u2026\r\n\r\nSt\u00e4ndig sind wir von Ver\u00e4nderungen umgeben. Wir lustwandeln durch einen Park, hinterlassen dabei Spuren und verwandeln dabei, kaum merklich, unsere Umgebung. Wandel geschieht nicht von heute auf morgen, es ist ein langsamer stetiger Prozess. Ob wir es wollen oder nicht &#8211; die Welt um uns ist st\u00e4ndig im Wandeln, so wie wir selbst.\r\n\r\nManchmal hoffen wir auf eine Ver\u00e4nderung, manchmal kommt es v\u00f6llig anders als erhofft. Manchmal kann es nicht schnell genug gehen und manchmal sollte am liebsten alles so bleiben wie es ist. Laut etymologischem W\u00f6rterbuch wandelt man nicht zielgerichtet, es ist eher ein tastendes Hin- und Hergehen, Suchen, Finden, sich finden lassen.\r\n\r\nAm Anfang steht die Sehnsucht, dass etwas anders werden m\u00f6ge. Diese Sehnsucht ist Kraftquelle f\u00fcr den Wandel, auch wenn Wandel eine \u201eHilfe von au\u00dfen\u201c braucht.\r\n\r\nZwischen sehnsuchtsvollem Anfang und verlockendem Ziel liegt ein l\u00e4ngerer Weg der Verwandlung. Es braucht ein behutsames Tempo, damit meine Seele, mein F\u00fchlen und Denken mitkommen und alles bereit wird zum Wandel. Dazu wird Ausdauer gebraucht, Geduld.\r\n\r\nWandel ist das Gegenteil von Erstarrung. Um im Wandel zu leben, brauche ich die Bereitschaft, loszulassen. Das, was war und jetzt gerade noch ist, zur\u00fcck zu lassen, mich auf Neues einzulassen, darauf hoffend, dass der eingeschlagene Weg zu einem guten Ziel f\u00fchrt.\r\n\r\nStreckenweise erlebe ich diesen Prozess sehr m\u00fchevoll. Ich suche nach Orientierung, nach Struktur, woran ich mich festhalten kann, wenn so viel im Fluss ist. Muss ich da allein durch? Bekomme ich Hilfe von au\u00dfen? Wie wird sich Gott im Wandel zeigen, wenn sich das Neue noch gar nicht oder erst schemenhaft in Sicht ist, sich fremd anf\u00fchlt, vielleicht auch Angst macht?\r\n\r\nEs steht das Fest der gro\u00dfen Verwandlung vor der T\u00fcr: Ostern. Wir feiern mit der Auferstehung von Jesus Christus die Wandlung vom Tod ins Leben. Und sind damit hineingenommen in den g\u00f6ttlichen Lebensatem.\r\n\r\n<em>\u201eUnser Ende ist ein Anfang, unsre Zeit birgt Ewigkeit.<\/em>\r\n<em>Aus dem Zweifel steigt der Glaube, aus dem Staub Unsterblichkeit.<\/em>\r\n<em>Aus dem Tod folgt Auferstehung und das Ende ist Gewinn,<\/em>\r\n<em>unentdeckt, bis seine Zeit kommt;<\/em>\r\n<em>Gott allein kennt den Sinn.\u201c<\/em> (Lied im Gesangbuch 661,3)\r\n\r\nDarum gr\u00fc\u00dfen wir uns am Ostersonntag im Gottesdienst mit dem alten neuen Gru\u00df:\r\n\r\n\u201eDER HERR IST AUFERSTANDEN, ER IST WAHRHAFTIG AUFERSTANDEN!\u201c<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>26. Februar 2023<\/h3>\r\n<em>&#8222;Du bist der einzige Jesus, den mache Leute je treffen werden.&#8220;<\/em>\r\n\r\nZugegeben, ein \u00e4u\u00dferst herausfordernder Satz, den Shane Claiborne und Jonathan Wilson-Hartgrove in ihrem Buch <em>Gott antwortet anders<\/em> da schreiben. Und doch ein Satz mit unheimlich viel Tiefe. Denn ja, wom\u00f6glich begegnen wir Menschen, die noch nie etwas von Jesus h\u00f6rten und es auch nicht werden. Wom\u00f6glich bist du die einzige Person, die von all dem berichten k\u00f6nnte \u2013 quasi im Auftrag Gottes.\r\nWelch gro\u00dfe Ehre und Verantwortung zugleich! Eine Verantwortung, die unm\u00f6glich, ja beinahe undenkbar scheint. Und doch ist es eigentlich nicht schwer, denn mit unserer Lebensweise k\u00f6nnen und d\u00fcrfen wir Gott verherrlichen, von ihm berichten, die gute Nachricht weitergeben. Nicht nur Sonntags im Gottesdienst, nicht nur, wenn du gerade ganz bewusst im Auftrag Gottes unterwegs bist, nicht nur, wenn dich Leute nach IHM fragen. Einfach so, so wie du bist. Denn du bist der einzige Jesus, den manche Leute je treffen werden.\r\n\r\nR. Heberlein<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>26. Januar 2023<\/h3>\r\n<em>\u201eIn dieser Zeit, wo Gewaltt\u00e4tigkeit in L\u00fcge gekleidet so<\/em>\r\n<em>unheimlich wie noch nie auf dem Throne der Welt sitzt,<\/em>\r\n<em>bleibe ich dennoch \u00fcberzeugt, dass Wahrheit, Liebe,<\/em>\r\n<em>Friedfertigkeit, Sanftmut und G\u00fcte die Gewalten sind,<\/em>\r\n<em>die \u00fcber allen anderen Gewalten stehen. Ihnen wird<\/em>\r\n<em>die Welt geh\u00f6ren, wenn nur genug Menschen die Gedanken<\/em>\r\n<em>der Liebe, der Wahrheit und der Friedfertigkeit rein<\/em>\r\n<em>und stark und stetig genug denken und leben.\u201c<\/em>\r\n\r\nAlbert Schweitzer<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2437 alignright\" src=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Schwibbogen-Maria-und-Josef-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Schwibbogen-Maria-und-Josef-300x225.png 300w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Schwibbogen-Maria-und-Josef.png 433w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>&#8222;Die urspr\u00fcngliche Liebe&#8220; (20. Dezember 2022)<\/h3>\r\nSonia und Max halten es nicht mehr miteinander aus. Seit sieben Jahren bewohnen sie mit den Kindern eine sch\u00f6ne Wohnung. Die \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nde passen. Doch ihnen ist das Vertrauen zueinander abhanden gekommen. Und die Liebe. Was da ist, tut nur noch weh. Nun wollen sie jede und jeder f\u00fcr sich kl\u00e4ren, wie es weitergeht. Ihr Leben, wie sie es jetzt f\u00fchren, geht so nicht mehr. Angeregt durch eine Beraterin denkt Sonia und denkt Max zur\u00fcck an die Zeit als sie sich ineinander verliebten. An das, was Sonia an Max und Max an Sonia so faszinierte, was sie schweben lie\u00df\u2026 an ihr erstes Wochenende in Paris, an Tr\u00e4ume, die zu gemeinsamen Tr\u00e4umen und Erf\u00fcllungen wurden\u2026 In den tiefen Wunden, die sie sich zugef\u00fcgt hatten, steigt nun die Erinnerung an ihre\r\nLiebe auf und an das, was sie einst gemeinsam wollten\u2026\r\n\r\nWas ist das mit der Geburt von Jesus Christus und Gott? &#8211; so fragten sich Christinnen und Christen mehrere Generationen nach Jesu irdischem Leben. Es wurde sp\u00fcrbar: das r\u00f6mische Reich hatte seine gro\u00dfe Zeit hinter sich, verlor mehr und mehr an Kraft. Gro\u00dfe Ver\u00e4nderungen waren im Gange. Was lange als stabil und gewohnt galt, wurde unabsehbar.\r\n\r\nWie ist das mit der Geburt von Jesus Christus und Gott? Einst schuf Gott die Welt. Er liebt es, Leben ins Leben zu rufen. Dann kam Jesus aus Nazareth zur Welt. \u201eVon Anfang an gab es den, der das Wort ist\u2026Und er, das Wort war Gott in allem gleich. Dieses Wort geh\u00f6rte von Anfang an zu Gott\u2026 Durch dieses Wort wurde alles geschaffen\u2026 Er, das Wort, was zugleich das Leben in Person. Und dieses Leben bedeutete das Licht f\u00fcr die Menschen. Das Licht leuchtet durch die Dunkelheit, und die Dunkelheit konnte es nicht \u00fcberw\u00e4ltigen\u2026 Er, das Wort, wurde ein Mensch. Er lebte bei uns, und wir sahen seine Herrlichkeit\u2026\u201c Gott selbst zog ein in seine geliebte Welt. Ganz gew\u00f6hnlich wurde er geboren. Und durchlief sein Leben weitestgehend wie andere Menschen auch. Gott wohnte unter Menschen und blieb dabei Gott.\r\n\r\nZum Christfest feiern wir diese urspr\u00fcngliche Liebe Gottes. Sie wird die Welt und uns darin zum Ziel f\u00fchren. Zur Vollendung. Mir schenken sie Trost, es macht mich zuversichtlich in anstrengender Zeit.\r\n\r\nEs lohnt sich, die Worte aus dem Vorwort zum Johannesevangelium mit Mu\u00dfe auf sich wirken zu lassen.<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n\r\n<figure id=\"attachment_3051\" aria-describedby=\"caption-attachment-3051\" style=\"width: 197px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3051 size-medium\" src=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/651194_web_R_by_Dieter-Schuetz_pixelio.de_-197x300.jpg\" alt=\"\" width=\"197\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/651194_web_R_by_Dieter-Schuetz_pixelio.de_-197x300.jpg 197w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/651194_web_R_by_Dieter-Schuetz_pixelio.de_.jpg 262w\" sizes=\"auto, (max-width: 197px) 100vw, 197px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3051\" class=\"wp-caption-text\">(c) Dieter Sch\u00fctz \/ pixelio.de<\/figcaption><\/figure>\r\n<h3>&#8222;Was f\u00fcr ein Mann&#8230;&#8220; (30. November 2022)<\/h3>\r\n\u2026denke ich. Dem Henker riss er das Schwert aus der Hand und rettete Todgeweihte. Goldklumpen soll er heimlich aufs Fensterbrett gelegt und M\u00e4dchen vor der Prostitution bewahrt haben. Eine hungernde Stadt versorgte er mit Getreide. Als Sohn reicher Eltern verteilte er sein Hab und Gut unter den Armen. F\u00fcr Kinder hatte er ein besonderes Herz und beschenkte sie.\r\n\r\nVon Nikolaus wei\u00df man wenig Gesichertes. Im 4. Jahrhundert war er Bischof von Myra. Das liegt an der S\u00fcdk\u00fcste der heutigen T\u00fcrkei. Weil er zu Lebzeiten so Vielen half, wurde Nikolaus nach seinem Tod in Erinnerung zum \u201eVolksheiligen\u201c. Seefahrer, Kaufleute, Kinder und sogar Fleischer w\u00e4hlten ihn zum Patron. (In jeder Stadt, in der Handel getrieben wird, gab und gibt es eine Nikolaikirche.)\r\nAb dem 10. Jahrhundert tauchte er am 6. Dezember, seinem Todestag, als heimlicher Gabenbringer in rotem Bischofsmantel auf, ausger\u00fcstet mit Bischofsm\u00fctze und Hirtenstab. Bis zur Reformation war der Nikolaustag Tag der Bescherung. Martin Luther \u00fcbte generelle Kritik an der Heiligenverehrung und f\u00fchrte die Bescherung im Zusammenhang mit dem schenkenden Christuskind am 24. Dezember ein.\r\nWer wei\u00df, vielleicht ist am 6. Dezember morgens eine kleine erfreuliche \u00dcberraschung im Schuh\u2026?\r\n\r\n(Quelle: nach \u201each \/ das kleine Buch vom gro\u00dfen Staunen.)\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\nEin Buch-Tipp zum Schluss:\r\nAnselm Gr\u00fcn\/Giuliano Ferri: Die Legende vom heiligen Nikolaus; in kindgerechter Sprache erz\u00e4hlt.<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-3037 alignright\" src=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Blaetter_TBeyreuther-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"258\" height=\"258\" srcset=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Blaetter_TBeyreuther-300x300.jpg 300w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Blaetter_TBeyreuther-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Blaetter_TBeyreuther-150x150.jpg 150w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Blaetter_TBeyreuther-768x768.jpg 768w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Blaetter_TBeyreuther-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Blaetter_TBeyreuther-2048x2048.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 258px) 100vw, 258px\" \/>&#8222;Der Sommer geht vorbei&#8230;&#8220; (26. Oktober 2022)<\/h3>\r\n\u201eDer Sommer geht vorbei\u2026\u201c singt Konstantin Wecker in seinem kleinen Herbstlied.\r\nDie B\u00e4ume entledigen sich ihres letzten Laubes.\r\nEin eigenartiges Licht zeigt sich. Vorbei sind die langen Tage. Auch wenn es momentan \u00fcberdurchschnittlich warm ist, feuchte, kahle, kalte Tage werden nicht lange auf sich warten lassen. Die sommerliche Morgenfrische und lauschig entspannte Sommerabende sind sch\u00f6ne Erinnerungen.\r\nLoslassen hat seine Zeit.\r\nEine Begleiterin schenkte mir Gedanken zum Loslassen.\r\nZum Ende des Kirchenjahres sind sie mir bedeutsam, darum teile ich sie hier:\r\n\r\n<em>Loslassen hei\u00dft nicht, sich nicht mehr um den anderen zu k\u00fcmmern;<\/em>\r\n<em>es hei\u00dft: Ich kann nicht alles f\u00fcr den andern tun.<\/em>\r\n\r\n<em>Loslassen hei\u00dft nicht den Kontakt abbrechen;<\/em>\r\n<em>es ist die Erkenntnis, dass ich den anderen nicht kontrollieren soll. <\/em>\r\n\r\n<em>Loslassen hei\u00dft seine Machtlosigkeit zugeben.<\/em>\r\n<em>Das bedeutet: Das Ergebnis liegt nicht in meinen H\u00e4nden. <\/em>\r\n\r\n<em>Loslassen hei\u00dft nicht, jemand anderen zu \u00e4ndern oder zu beschuldigen.<\/em>\r\n<em>Ich kann nur mich selbst \u00e4ndern lassen.<\/em>\r\n\r\n<em>Loslassen hei\u00dft nicht, Situationen f\u00fcr andere zu l\u00f6sen,<\/em>\r\n<em>sondern sie die Ergebnisse ihrer eigenen Handlungen erfahren lassen. <\/em>\r\n\r\n<em>Loslassen hei\u00dft nicht, zu richten,<\/em>\r\n<em>sondern dem anderen erlauben, Fehler zu machen. <\/em>\r\n\r\n<em>Loslassen hei\u00dft nicht, den anderen zu ignorieren,<\/em>\r\n<em>sondern anzunehmen. <\/em>\r\n\r\n<em>Loslassen hei\u00dft nicht, den anderen zu besch\u00fctzen,<\/em>\r\n<em>sondern dem anderen zu erlauben, Realit\u00e4t zu erfahren.<\/em>\r\n\r\n<em>Loslassen hei\u00dft nicht, das Vergangene bedauern,<\/em>\r\n<em>sondern zu wachsen und das immerw\u00e4hrende Jetzt anzunehmen.<\/em>\r\n\r\n<em>LOSLASSEN HEISST: SICH WENIGER F\u00dcRCHTEN UND MEHR LIEBEN.<\/em>\r\n\r\n(Die Quelle ist mir nicht bekannt.)<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3031 alignright\" src=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/apple-g6d0191bdf_1920-300x201.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"201\" srcset=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/apple-g6d0191bdf_1920-300x201.jpg 300w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/apple-g6d0191bdf_1920-1024x685.jpg 1024w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/apple-g6d0191bdf_1920-768x514.jpg 768w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/apple-g6d0191bdf_1920-1536x1027.jpg 1536w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/apple-g6d0191bdf_1920.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>\u201eWenn du deine Hand auftust!\u201c &#8211; Ein wunderbares Fest: Erntedank\r\n(20. September 2022)<\/h3>\r\n<em>Wir sammeln zum Lob unsres Sch\u00f6pfers die Stimmen in Lied und Gebet; <\/em>\r\n<em>wir rufen mit Dank ins Ged\u00e4chtnis, dass er uns die Ernten bestimmt.<\/em>\r\n\r\nIn l\u00e4ndlichen Gebieten werden tolle Erntekronen gebunden. Wagenladungen voller sonnengereifter Weintrauben vom Hang am Geiseltalsee fahren zur Weiterverarbeitung\u2026 In meiner Erinnerung t\u00fcrmt sich ein kleiner Kartoffelberg, den die Kinder und ich aus dem Gartenbeet, damals Mitte der 90er Jahre, anh\u00e4uften. Das war ein echter Kartoffel-Freuden-Tag, den wir feierten. &#8211; Leckere \u00c4pfel erfrischen Leib und Seele.\r\n\r\n<em>Wir danken dir, Gott, f\u00fcr das Gute, f\u00fcr Freude und F\u00fclle der Frucht,<\/em>\r\n<em>f\u00fcr Vorrat in Schr\u00e4nken und Lagern, f\u00fcr das, was der Einkauf uns bringt.<\/em>\r\n\r\nGott f\u00fcr die Ernte zu danken, lebt vom Sammeln, vom Innehalten und zu staunend betrachten, was geworden ist. Die individuell gewachsenen M\u00f6hren, die blanken Kastanien. Den Gaumen erfreuen hat seine Zeit. Genie\u00dfen hat seine Zeit. Und die Ernte teilen hat seine Zeit.\r\n\r\nAber auch das kommt schnell vor Augen: Ich fuhr mit dem Rad durch trocken-d\u00fcrre W\u00e4lder Sachsen-Anhalts, sah verdorrte Mais- und Kornfelder, Flussl\u00e4ufe mit sehr wenig Wasser. Waldbr\u00e4nde machen zu schaffen.\r\n\r\n<em>Doch auch von der Not und vom Hunger, von Ohnmacht klagt dir unser Lied,<\/em>\r\n<em>von Gaben, gebraucht zur Vernichtung, von Land, das verbrannt liegt und brach.<\/em>\r\n<em>Wir schrein f\u00fcr der Hungrigen Notstand: dass Frucht auf den Feldern verfault.<\/em>\r\n<em>dass Obstg\u00e4rten achtlos verkommen, dass Waren dem Markt man entzieht.<\/em>\r\n\r\nErntedank legt auch nahe, es Gott zu klagen: wo Nahrung vergammelt, Essen achtlos entsorgt wird und noch immer Menschen hungern. Lebensmittelretter nehmen dies nicht hin, sie bleiben nicht beim Beklagen der unhaltbaren Zust\u00e4nde. Auch in Leipzig ist foodsharing m\u00f6glich.\r\n\r\n<em>Das Lied w\u00e4chst zur Tiefe und Weite: Die Erde, die V\u00f6lker sind eins.<\/em>\r\n<em>Es gibt keinen Dank ohne Geben, kein Wort ohne wirksame Tat.<\/em>\r\n\r\nDer Text dieses unbekannten Liedes \u00fcberrascht mich. Mehr als 50 Jahre alt, ist er aktueller denn je. Danken und eklagen der Missst\u00e4nde l\u00e4dt zur F\u00fcrbitte und zu aktivem Protest ein. Den Lebensstil zu \u00fcberdenken, den wir pflegen, dies ist Gebot der Stunde und jeder und jedem freigestellt. Nichts Neues unter der Sonne, jedoch \u00fcberlebensnotwenig. In diesem Sinne w\u00fcnsche ich ein genussvolles und fr\u00f6hliches Erntedankfest.\r\n\r\nTeilen reich macht.\r\n\r\n<em>Drum hilf uns Gott, du Herr aller Ernte, dass ehrlich sei unser Protest,<\/em>\r\n<em>dass wir, was wir haben, auch teilen und sorgen mit dir f\u00fcr die Welt.<\/em>\r\n\r\n(Gesangbuch 114, Text: Fred Kaan (England), deutsch: Dieter Trautwein 1971)<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Eine Weg-Geschichte: Anders sch\u00f6n. (10. August 2022)<\/h3>\r\nSonntag Mittag. Es ist sonnig, nicht zu hei\u00df, also bestes Fahrradwetter. Spontan beschlie\u00dfen Frank und ich nach Magdeburg zu fahren, um von dort den Elbradweg nach Dessau zu radeln. Das hatten wir uns schon l\u00e4nger vorgenommen.\r\nAuf dem Bahnsteig warten wir mit vielen anderen 9-Euro-Ticket-Inhaberinnen und -Inhabern und dem dazugeh\u00f6rigen teilweise \u00fcberdimensionierten Gep\u00e4ck sowie zahlreichen Kinderwagen auf den Regionalexpress. Viel zu kurz war der Zug. Wir kommen mit unseren R\u00e4dern nicht mit. Keine Chance. Auch der Versuch, mit der n\u00e4chsten S-Bahn nach Halle zu fahren, scheitert. Auch dieser Zug ist viel zu kurz. Die Laune ist gesunken. Frank will aufgeben. &#8211; Lass uns noch eine S-Bahn abwarten!\r\nDiese f\u00e4hrt nach Lutherstadt-Wittenberg. Wir finden bequem Platz und atmen auf. Wie schade, das Radeln an der Elbe von Magdeburg nach Dessau ist f\u00fcr heute pass\u00e9. Wir \u00fcberlegen, wo wir aussteigen und stattdessen mit den R\u00e4dern lang fahren wollen.\r\nAch, Wittenberg liegt ja auch an der Elbe! Und den Abschnitt nach Torgau waren wir bisher noch nicht gefahren. Also war die Entscheidung klar.\r\nSo radelten wir diesen sch\u00f6nen Streckenabschnitt. Was f\u00fcr eine Vielzahl von Kirchen in den kleinen D\u00f6rfchen, darunter auch sehr gro\u00dfe Kirchen. Und das Eis in Mauken an der F\u00e4hre nach Pretzsch &#8211; einfach himmlisch! &#8211; Von Torgau war die R\u00fcckfahrt kein Problem.\r\nErstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Trotzdem kann anders auch sch\u00f6n sein.\r\n\r\nIch bin daran erinnert, wie es ist, wenn Pl\u00e4ne sich aus irgendwelchen Widerw\u00e4rtigkeiten nicht durchf\u00fchren lassen. Setze ich ausschlie\u00dflich auf das eine Vorhaben und lasse entt\u00e4uscht davon ab, weil es sich nicht geradlinig durchf\u00fchren l\u00e4sst, entsteht schnell Frustration und Unlust. Bleibe ich jedoch offen f\u00fcr Spielarten oder ganz andere M\u00f6glichkeiten, wird sich h\u00e4ufig etwas finden, was jetzt passt. Anders ist auch sch\u00f6n.\r\n\r\nGott in allem finden, besonders eben dann, wenn Pl\u00e4ne aufgegeben werden m\u00fcssen, das fordert nicht nur mich heraus. Wenn\u2019s nicht um einen Sonntagsausflug geht, sondern um eine echt schwierige Situation, kommt mir Paul Gerhardt in den Sinn &#8211; w\u00e4hrend die S-Bahn nach Wittenberg durch seinen Geburtsort Gr\u00e4fenhainichen f\u00e4hrt:\r\n\r\n<em>Befiel du deine Wege und was dein Herze kr\u00e4nkt,\r\nder aller treusten Pflege, des der den Himmel lenkt. <\/em>\r\n<em>Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn,\r\n<\/em><em>der wird auch Wege finden, da dein Fu\u00df gehen kann.<\/em>\r\n\r\n(Gesangbuch EmK, Nr. 371)<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2985 alignright\" src=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/raphael-300x217.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"217\" srcset=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/raphael-300x217.jpg 300w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/raphael.jpg 348w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Weg-Geschichte 1 (27. Juli 2022)<\/h3>\r\nDarf ich vorstellen? Das ist Raphael. Diesen Engel traf ich auf unserer Reise der Weser entlang, in der Klosterkirche\r\nvon Bursfelde. Er ist auf dem Bogen gemalt, durch den man in den Altarraum geht. Irgendwie f\u00fchlte ich mich von ihm angeschaut, m\u00fcde wie ich war, mit Schmerzen in verschiedenen K\u00f6rperteilen. Wieviele Menschen vor mir m\u00f6gen schon g\u00f6ttliche Hilfe bei diesem Gottesboten erbeten haben\u2026\r\n\r\nIm 1. Chronikbuch 26,7 tr\u00e4gt ein Torw\u00e4chter den Namen Raphael. \u201eGott hat geheilt.\u201c hei\u00dft Raphael auf deutsch.\r\nBekannt und beliebt wurde eine Geschichte aus dem Buch Tobit (eines der Sp\u00e4tschriften des Alten Testamentes). Sie erz\u00e4hlt von einem Erzengel Raphael, der Tobias (der Name bedeutet \u201eGott ist g\u00fctig.\u201c) auf seiner Reise begleitet.\r\nEr gibt ihm ein Heilmittel gegen die Erblindung seines Vaters Tobit. Vom ihm als Reisebegleiter und Heiler wurde in fr\u00fcheren Zeiten gerne erz\u00e4hlt.\r\n\r\n\u201aEinen guten Reisebegleiter und jemanden, der mir die Kraft schenkt, heil ans Ziel zu kommen, kann auch ich gut gebrauchen\u2018, dachte ich. Und nahm den Raphael in Form einer Karte mit.\r\n\r\nDiese Kirche ist ein besonderer Ort, an dem Frank und ich unsere Radreise bewusst in Gottes H\u00e4nde legten. Das taten schon viele vor uns mit ihrer Lebensreise.<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>warten und entspannen (28. Juni 2022)<\/h3>\r\nLetzten Freitag habe ich es probiert: Ich habe das 9 EuroTicket genutzt. Dabei gewann ich viel Zeit, um auf Z\u00fcge\r\nzu warten.\r\n\r\nZwischenzeitlich erinnerte ich mich an ein Gespr\u00e4ch mit einem Kollegen, der einige Jahre als Missionar in\r\nMosambik lebte. Er erz\u00e4hlte, was er neu lernen musste: WARTEN. Trotz vereinbarter Termine. Warten an der\r\nBushaltestelle, warten beim Arzt, warten auf einem Amt, warten, wann eine Veranstaltung beginnen wird\u2026\r\n\u00dcberall wird gewartet. Warten nimmt in Afrika einen gro\u00dfen Teil des Lebens ein. Dar\u00fcber wundert sich niemand.\r\nUnd keiner regt sich auf.\r\n\r\nW\u00e4hrend ich weiter \u00fcbers Warten nachdenke, genie\u00dfe ich die Sonne, verarbeite die Aggressionen Mitreisender,\r\ndie ich zu Beginn meiner Fahrt miterlebte, studiere unterschiedliche Erscheinungsformen von Menschen, h\u00f6re\r\neinen podcast und entspanne mich. Ich versuche, nicht mehr auf die Uhr zu schauen, denn davon kommt der Zug\r\nauch nicht schneller. Mein Zeitplan ist au\u00dfer Kraft gesetzt. Das n\u00e4chste, worauf ich hoffe, ist das leichte Mittagessen bei meinen Eltern am Ziel meiner Reise. Warum muss auch <em>alles<\/em> auf die Minute genau getaktet sein?\r\n\r\nIch bin in guter Gesellschaft mit Menschen, die in der Bibel zur Sprache kommen. Es wird von Menschen erz\u00e4hlt,\r\ndie warten und hoffen, dass sich etwas tut, dass die Zeit erf\u00fcllt wird, dass sich was \u00e4ndert, dass Gott wieder\r\nerfahrbar wird\u2026\u201cIch halte Ausschau nach dem Herrn. Ich will auf Gott warten, der mir hilft: Mein Gott wird mich\r\ngewiss h\u00f6ren.\u201c (Micha 7,7) Also gar nicht schlimm, wenn ich auf dem S-Bahnsteig stehe und Ausschau halte, ob\r\nder Zug in der Ferne schon zu sehen ist! Es hilft mir, Warten zu \u00fcben. Nicht nur, dass die S-Bahn mich von A nach\r\nB bringt, sondern, dass Gott eine Perspektive zeigen wird, dass er sich k\u00fcmmert in den dr\u00e4ngenden Problemen\r\nund Krisen. Ausschau halten ist aktives Warten, auch bei der langw\u00e4hrenden Wohnungssuche f\u00fcr Familie R.\r\nBei der R\u00fcckfahrt kam meine Wartegeduld ans Ende. Alle Z\u00fcge hatten Versp\u00e4tungen. Der Zug, f\u00fcr den ich ein\r\nTicket gebucht hatte, mehr als eine Stunde. Nachdem ich inzwischen schon eine Stunde gewartet hatte,\r\nentschloss ich mich ein neues Ticket f\u00fcr den Zug zu buchen, der in 2 Minuten abfuhr. Er brachte mich versp\u00e4tet,\r\njedoch entspannt, schnell und in angenehmer K\u00fchle nach Hause.\r\n\r\nFazit: Warten ist keine Zeitverschwendung f\u00fcr mich, solange ich nicht unter Zeitdruck gerate, ein gutes Buch dabei hab und Kopfh\u00f6rer, um den L\u00e4rm zu reduzieren oder etwas Angenehmes zu h\u00f6ren. W\u00e4hrend des Wartens\r\nentstehen manchmal interessante Ideen durch das, was es zu beobachten gibt. Auch mit Gott kann ich in Verbindung treten. Also ist warten nicht immer verschwendete Zeit, sondern kann auch zu sinnvoller Zeit werden.\r\n\r\nN\u00e4chste Woche fahren Frank und ich mit den R\u00e4dern in den Urlaub. Die Reise beginnt mit einer Zugfahrt. Mal\r\nsehen, was passiert und ob wir entspannen werden.<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2961 alignleft\" src=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/pink-peony-g4085e9263_1920-300x246.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"246\" srcset=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/pink-peony-g4085e9263_1920-300x246.jpg 300w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/pink-peony-g4085e9263_1920-1024x841.jpg 1024w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/pink-peony-g4085e9263_1920-768x631.jpg 768w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/pink-peony-g4085e9263_1920-1536x1262.jpg 1536w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/pink-peony-g4085e9263_1920.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Gedanken zum Pfingstfest (Pfingsten 2022)<\/h3>\r\nAuf <a href=\"https:\/\/www.haltezeichen.de\/gedanken-und-impulse-1\/juni-2022\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">haltezeichen.de<\/a>, einem Angebot von Leipziger Christ:innen verschiedenster Gemeinden, findet sich ein Pfingstgru\u00df unserer Pastorin: Zum Lesen, zum Anh\u00f6ren und Ansehen.\r\n\r\nWer schon immer einmal wissen wollte, wie Christin Eibischs Gedanken in Geb\u00e4rdensprache aussehen, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen!<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Dankbar (23. Mai 2022)<\/h3>\r\nVor einigen Tagen regnete es, ich war mit dem Rad unterwegs und suchte in einem anderen Stadtteil die Adresse, bei der ich mich einfinden sollte. Die Hausnummerierung ist in dieser Stra\u00dfe kurios. Ich war nahe am Verzweifeln, GoogleMaps war mir ein R\u00e4tsel. Ein Zusp\u00e4tkommen wollte ich mir gerade bei diesem Termin nicht leisten.\r\nSo sandte ich ganz unentspannt einen kurzen Hilferuf zu Gott, da lief mir doch glatt eine junge Frau mit St\u00f6psel in den Ohren \u00fcber den Weg. Ich sprach sie an und bat, mir zu helfen die richtige Hausnummer zu finden. Sie\r\nkannte sich auch nicht aus, konnte aber GoogleMaps besser verstehen als ich. So war ich Punkt Um zum Termin.\r\n\r\nAls ich nach Hause radelte, freute ich mich \u00fcber die Hilfe, die mir Gott geschickt hatte: Diese fremde Frau, die mich nicht im Regen stehen gelassen hatte. DANKE DAF\u00dcR!\r\n\r\nAm 15. Mai berichtete Andrea W. vom Gemeindewochenende und gab folgende Anregung weiter:\r\nNotiere etwas, wof\u00fcr du dankbar bist, vielleicht kannst du dazu eine kleine Geschichte erz\u00e4hlen. Lege den Zettel in eine kleine Origami-Schachtel. Sie liegen im Eingangsbereich aus. Deine gef\u00fcllte Schachtel kannst du auf dem\r\nAltartisch ablegen und bei n\u00e4chster Gelegenheit im Gottesdienst bei \u201emiteinander teilen\u201c der Gemeinde Anteil\r\nan deinem DANK geben.<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>28. M\u00e4rz 2022<\/h3>\r\nDieser Tage entdecke ich folgendes Gebet f\u00fcr mich:\r\n\r\n<em>Schweigen m\u00f6chte ich, Herr,<\/em>\r\n<em>und auf dich warten.<\/em>\r\n<em>Schweigen m\u00f6chte ich, Herr,<\/em>\r\n<em>damit ich verstehe,<\/em>\r\n<em>was in deiner Welt geschieht.<\/em>\r\n<em>Schweigen m\u00f6chte ich,<\/em>\r\n<em>damit ich den Dingen nahe bin,<\/em>\r\n<em>allem Sein und allen Gesch\u00f6pfen,<\/em>\r\n<em>so dass ich ihre Stimme h\u00f6re.<\/em>\r\n<em>Schweigen m\u00f6chte ich,<\/em>\r\n<em>damit ich lerne,<\/em>\r\n<em>dein und mein Wort zu unterscheiden.<\/em>\r\n<em>Ich m\u00f6chte schweigen,<\/em>\r\n<em>damit ich unter den vielen Stimmen die Deine erkenne.<\/em>\r\n\r\n(nach J\u00f6rg Zink)<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Glanz der Gnade (04. M\u00e4rz 2022)<\/h3>\r\nAn allererster Stelle geht mir an die Nieren, was alle traurig macht, best\u00fcrzt und mitnimmt: der Krieg und was damit verbunden ist.\r\nAls ich die Predigt f\u00fcr Sonntag zu 2. Korinther 6, 1-10 vorbereitete, stie\u00df ich auf S\u00e4tze von Nelson Mandela, die ich mir vor l\u00e4ngerer Zeit notiert hatte. Sie tr\u00f6sten mich und haben mich in der Arbeit zur Predigt geleitet.\r\n\r\n<em>\u201eNiemand wird geboren, um einen anderen Menschen zu hassen. Menschen m\u00fcssen das Hassen lernen.<\/em>\r\n<em>Und wenn sie hassen lernen k\u00f6nnen, dann k\u00f6nnen sie auch lieben lernen.\u201c<\/em>\r\n\r\nNelson Mandela beschrieb es als Gnade, dass er in dieser Zeit nicht verbitterte, sondern reifte. Am Ende umarmte er seine W\u00e4rter. Dieser Mann wusste vom <strong>Glanz der Gnade<\/strong> zu erz\u00e4hlen:\r\n\r\n<em>\u201eUnsere gr\u00f6\u00dfte Angst ist nicht, dass wir unzul\u00e4nglich sind&#8220;,<\/em>\r\n<em>sagte er in seiner Antrittsrede als Pr\u00e4sident von S\u00fcdafrika.<\/em>\r\n<em>\u201eUnsere gr\u00f6\u00dfte Angst ist, dass wir kraftvoll sind &#8211; \u00fcber alles Messbare hinaus.<\/em>\r\n<em>Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, die wir am meisten f\u00fcrchten.<\/em>\r\n<em>Wir fragen uns selbst: Wer bin ich schon, um strahlend, pr\u00e4chtig, begabt, fabelhaft zu sein?\u2026<\/em>\r\n<em>Du bist ein Kind Gottes. Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt.<\/em>\r\n<em>Wir sind alle bestimmt, zu leuchten wie es die Kinder tun.<\/em>\r\n<strong><em>Wir sind geboren, um den Schein Gottes, der in uns ist, kundzutun.<\/em><\/strong>\r\n<em>Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem.\u201c<\/em>\r\n\r\n(Eine genaue Quellenangabe habe ich nicht, vermutlich aus Mandelas Biographie <em>\u201eDer lange Weg zur Freiheit\u201c<\/em>)<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Wer gewinnen will, muss Klartext akzeptieren (21. Februar 2022)<\/h3>\r\nEin Impuls von Ulrike Burkhardt-Kibitzki zu Markus 8,31-38 (https:\/\/www.impuls-zur-woche.de)\r\n\r\n<em>Was n\u00fctzt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sein Leben dabei verliert.<\/em> (Vers 36 BasisBibel)\r\n\r\nWenn die Zahl der Jahre, die vielleicht noch vor einem liegen, immer kleiner wird, hingegen die zur\u00fcckliegenden\r\nJahre immer mehr, denken viele Menschen \u00fcber ein Lebensres\u00fcmee nach \u2013 insbesondere anl\u00e4sslich hoher Geburtstage, was aber durchaus schon der Sechzigste sein kann. Dann fragt man sich: Bin ich die, die ich einst werden wollte? Haben sich meine Tr\u00e4ume erf\u00fcllt? Was ist gelungen und was nicht? Kann ich zufrieden mit meinem\r\nLeben sein? Das betrifft sowohl die Entwicklung der Pers\u00f6nlichkeit, des Glaubenslebens, aber nat\u00fcrlich auch materielle Aspekte. Wir sind Menschen aus Fleisch und Blut und keine vergeistigten Wesen, die als Eremiten leben.\r\n\r\nSo wie ich Jesus verstehe, hat er keine grundlegenden Einw\u00e4nde gegen das, was unser Leben auch materiell\r\nsch\u00f6n und reich macht. Entscheidend ist eher die Haltung, in der wir uns mit den \u00bbweltlichen\u00ab Dingen umgeben.\r\nSind wir gierig und ma\u00dflos, uners\u00e4ttlich und s\u00fcchtig danach? Dann verlieren wir uns tats\u00e4chlich in der Seelenlosigkeit der Dinge. Wer sich an die Dinge der Welt verliert, ist verloren. So krass benennt es Jesus. Klartext hilft mehr als pseudodiplomatisches Drumherumreden. Jesus ist radikal in seinen Ansichten. Manchmal schmerzhaft, aber dann doch heilsam. Denn niemand will ja als Verlierer vom Platz gehen, wenn man doch genau wei\u00df, dass man gro\u00dfe Chancen auf einen Gewinn hat.<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Ankommen und aufgenommen werden (18. Januar 2022)<\/h3>\r\n<em>\u201eWer zu mir kommt, wird nie mehr hungern. Und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.\u201c, sagte Jesus zu Leuten, die sich f\u00fcr ihn interessierten. \u201eAber ich habe es euch ja schon gesagt: Obwohl ihr mich gesehen habt, glaubt ihr nicht. Alle, die mir mein Vater anvertraut, werden zu mir kommen. Und ich weise niemanden ab, der zu mir kommt.\u201c<\/em>\r\nKurz vor Weihnachten stand ich an der Poststelle an. Ordentlich aufgereiht in einer Schlange warte ich mit anderen, um eine Postsendung loszuwerden. Als ich direkt vor der T\u00fcr stand, kam ein Mann in Schlips und Anzug raus und meinte: \u201eSo, jetzt ist Schluss. Wir k\u00f6nnen Ihr Paket nicht mehr annehmen.\u201c Etwas ratlos stand ich da, die Poststelle hatte doch noch 2 Stunden ge\u00f6ffnet? Ich wartete ab. Als Leute herauskamen, ging ich hinein. Der gebrochen deutschsprechende T\u00fcrsteher wollte mich und die Leute nach mir abwimmeln. Ich fragte freundlich nach, was denn los sei und blieb. Schlie\u00dflich kam der Anzugmann noch einmal und meinte, ich und die beiden nach mir k\u00f6nnten ihre Sendungen noch aufgeben. Sie h\u00e4tten keinen Lagerplatz mehr, um die vielen Pakete anzunehmen. Ich war erleichtert, mein leichtes handliches Gep\u00e4ck doch noch los werden zu k\u00f6nnen.\r\n\r\nAnliegen abgelehnt. Wie oft erleben Menschen, nicht willkommen zu sein. Nicht geh\u00f6rt, nicht aufgenommen zu\r\nwerden. Gefl\u00fcchtete. Bed\u00fcrftige. Da liegen die Nerven blank. Nicht selten geht\u2018s um die nackte Existenz.\r\n\r\nIn der Jahreslosung 2022 kommt uns ein weiterer Zusammenhang entgegen. Menschen erleben, wie befreiend es ist, im Geiste Jesu zu leben. Und vertrauensvoll ans Leben heranzugehen. Einzelerfahrungen des Vertrauens k\u00f6nnen aber auch zu Schl\u00fcsselmomente werden, die im Laufe der Zeit verblassen und zu entfernten Erinnerungen werden.\r\nVon Vertrauen zu sprechen und zu vertrauen, sind zwei unterschiedliche Schuhe. Sich v\u00f6llig offen im Gottvertrauen zu \u00fcben, das ist eine echte Herausforderung! Sei es, die Kinder in einer neuen Lebensphase zu begleiten, sei es einen beruflichen Wechsel anzustreben, sei es, altgewordene Eltern zu begleiten, sei es, wesentliche Entscheidungen zu treffen. Garantierte Sicherheiten gibt es nie. Die Zusage Jesu gilt denen, die sich im Gottvertrauen \u00fcben, ganz gleich wie sehr eigene Erwartungen auch entt\u00e4uscht werden:\r\n<strong>Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.<\/strong> Darauf ist Verlass. Garantiert. Bei Gott ist ausreichend Platz\u00a0 f\u00fcr alle, die zu ihm kommen.\r\n\r\nUnter diesem Vorzeichen will ich achtsam bleiben in meinen Vertrauens\u00fcbungen f\u00fcr das, was sich zeigen wird.\r\nUnd wie ist es bei Ihnen\/ bei Dir? Wann f\u00e4llt es schwer, wann f\u00e4llt es leicht, Entscheidungen auf Basis des Gottvertrauens zu treffen?<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Videobotschaft der Superintendenten zum 1. Advent<\/h3>\r\nAuf <a href=\"https:\/\/youtu.be\/dXL1uqOxOxg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">YouTube<\/a> steht eine kurze Videobotschaft zum 1. Advent der Superintendenten Werner Philipp und Christhard R\u00fcdiger zum Anschauen bereit.\r\n\r\nWer sie lieber lesen m\u00f6chte, nutze gern die dazugeh\u00f6rige <a href=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Videobotschaft-zum-1.-Advent.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Niederschrift<\/a>.<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Variationen alles wird anders (25. November 2021)<\/h3>\r\nZur Zeit h\u00f6ren Frank und ich einen <a href=\"https:\/\/www.br.de\/mediathek\/podcast\/der-klavierpodcast-mit-igor-levit-und-anselm-cybinski\/826\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Klavierpodcast<\/a> mit dem Titel \u201eVariationen: Alles wird anders\u201c. Dabei handelt es sich um eine Reihe von &#8211; wie wir finden &#8211; wunderbaren Gespr\u00e4chen \u00fcber Klaviermusik.\r\n\r\nAls ich heute morgen die ersten Gespr\u00e4che f\u00fchrte und Mails las, fiel mir dieser Titel ein. Variationen: Alles wird anders. Ja, fast alle erleben das im Moment. Ganz schnell wird alles anders. Kurzfristige Planungen stehen st\u00e4rker als sonst unter Vorbehalt. Niemand wei\u00df, ob sie oder er morgen nicht auch aus dem gewohnten Alltag f\u00e4llt, sich in Quarant\u00e4ne begeben muss oder gar erkrankt. Die F\u00e4higkeit zu variieren und zu improvisieren, sich zu ver\u00e4ndern, umzustellen und\/oder anzupassen steht im Moment besonders hoch im Kurs.\r\nDas strengt an. Das macht schon am Morgen m\u00fcde. Vielen bereitet es Bef\u00fcrchtungen und Sorgen\u2026 Trotzdem k\u00f6nnen einige Menschen relativ gelassen bleiben. Sie bleiben in ihrer inneren Mitte, bei all dem, was zu tun ist.\r\n\r\nVariationen spielen mit einem Thema. Ein Thema ist gegeben, es wird immer wieder anders aufgenommen und entfaltet. Mal bed\u00e4chtig, mal jagend, durch alle m\u00f6glichen Farben, Tonarten, Rhythmen hindurch entwickeln sie ihre je eigene Dynamik.\r\nVariationen gibt es praktisch \u00fcberall: in der Natur, in der Malerei, in der Schauspielerei, Wissenschaft, Philosophie, auch im eigenen Leben. Ist nicht jeder Mensch eine Variation g\u00f6ttlicher Lebenslust?\r\n\r\nGOTT ist in jeder und jedem erkennbar. In der derzeitigen Situation geht\u2019s um\u2019s Grundlegende, ums Vertrauen in\r\nGottes Nahesein, Vertrauen in seinen Schutz, Vertrauen in seine F\u00fcrsorge &#8211; was auch immer passiert. VERTRAUEN findet in vielen Variationen Ausdruck. Darin k\u00f6nnen Christinnen und Christen sich jetzt \u00fcben. Und daran werden sie erkennbar.\r\n\r\nIch w\u00fcnsche einen gesegneten Eingang in die Adventszeit.\r\n\r\n<em>Ihre \/ Eure Christin Eibisch <\/em>\r\n\r\n<em>Gott,<\/em>\r\n<em>der du das Licht erschaffen<\/em>\r\n<em>und mit ihm das Dunkel durchbrochen hast.<\/em>\r\n<em>Leuchte uns<\/em>\r\n<em>mit deiner Liebe,<\/em>\r\n<em>mit deiner N\u00e4he,<\/em>\r\n<em>mit deiner Kraft.<\/em>\r\n<em>Schenk uns Halt und zeige uns den Weg.<\/em>\r\n<em>Wenn dein Licht brennt,<\/em>\r\n<em>dann k\u00f6nnen wir leben.\r\n<\/em><em>Amen.<\/em>\r\n\r\n(aus: TeDeum.Extra.: Geist-der uns Beistand ist, S.10)<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>27. Oktober 2021<\/h3>\r\n<em>\u201cF\u00fcr mich gibt es nur eine einzige Familie auf der Welt, und ihr Familienname lautet Menschheit.\u201c<\/em>\r\n\r\n<em>\u201eOb jemand k\u00f6stliche Br\u00f6tchen backt, sorgf\u00e4ltige Abrechnungen schreibt oder als Arzt kranke Menschen behandelt &#8211; wir alle sind auf der Erde, um unsere Aufgabe zu erf\u00fcllen. Und dies mit Liebe zu tun. F\u00fcr andere. Aus meiner Sicht ist das der K\u00f6nigsweg zum Lebensgl\u00fcck.\u201c<\/em>\r\n\r\nGiora Feidman (Klappentext auf dem Buch: Klang der Hoffnung. Wie unsere Seele Frieden findet)<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>\u201eGott spannt leise feine F\u00e4den,\u2026\u201c (24. September 2021)<\/h3>\r\nso beginnen die ersten Verse des Refrains eines Liedes im Jugendliederbuch \u201ekreuz&amp;quer\u201c. Ein Netz kreuz und quer, in dem viele F\u00e4den nicht nur in eine Richtung gehen, sondern sich <strong>vernetzen<\/strong>. Es ist ein sch\u00f6nes Bild f\u00fcr Gemeinde. Weil es sehr leise entstehen kann und die feinen F\u00e4den uns von der Mitte her im Miteinander halten.\r\n\r\nIm R\u00fcckblick auf die vergangen 1 \u00bd Jahre im Vorstand und anderen Gespr\u00e4chen suchen wir nach einer Beschreibung der aktuellen Situation in unserer Gemeinde. Es geht dabei in erster Linie darum, die Situation wahrzunehmen und im Gespr\u00e4ch dar\u00fcber zu sein, wie es uns gerade selbst, mit der Gemeinde und mit Gott geht. Und wie wir weiter gehen wollen. Es geht auch um Teilhabe an der aktuellen Situation jedes Einzelnen.\r\n\r\nAufgefallen ist, dass wir &#8211; trotz der f\u00fcr alle ungew\u00f6hnlichen Umst\u00e4nde &#8211; die feinen F\u00e4den miteinander weitergesponnen haben. Daf\u00fcr sp\u00fcren wir an vielen Stellen gro\u00dfe Dankbarkeit. Aufgrund der digitalen M\u00f6glichkeiten und die durch Corona bedingten Freir\u00e4ume ist es aber auch manchmal leise geworden zwischen uns. Es fehlt das Gegen\u00fcber am anderen Ende des Fadens. Dann bleibt die Frage: \u201eWie geht es Dir\/Euch?\u201c unbeantwortet.\r\n\r\nWir regen an, den Faden nicht vollst\u00e4ndig los zu lassen, dort wo er schon sehr d\u00fcnn geworden ist und die Freude am gemeinschaftlichen, pers\u00f6nlichen unterwegs sein im Glauben auch wieder neu zu entdecken. Eine Einladung, die F\u00e4den wieder aufzunehmen oder einfach dran zu bleiben. Damit das Gemeindenetzwerk stabil und pers\u00f6nlich bleibt und auch lose F\u00e4den ihren Platz finden k\u00f6nnen. Und auch neue gekn\u00fcpft werden. Und wir \u201eweiterspinnen\u201c\u2026\r\n<p style=\"text-align: left;\">Alles zu seiner Zeit.<em> Pastorin Christin Eibisch und Steffen L. gr\u00fc\u00dfen herzlich <\/em><\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>&#8222;Ich sage DANKE!&#8220; (27. August 2021)<\/h3>\r\nDieser Tage stie\u00df ich wieder einmal auf Vikor E. Frankl. <em>\u201eTrotzdem Ja zum Leben sagen\u2026\u201c<\/em> lautet der Titel seines biographischen Buches, das er als \u00dcberlebender nach Auschwitz schrieb. Der Psychiater erlebte hautnah, wie zutiefst gedem\u00fctigte und leidende Menschen Kraft zum \u00dcberleben fanden, wenn sie begriffen, wof\u00fcr sie lebten.\r\n\r\nWof\u00fcr bin ich auf der Welt? Diese Frage meldet sich wohl immer mal zu Wort. Manchmal ist es eine echte Durststrecke, bis sich eine Antwort neu auftut.\r\n\r\nVor einer Zeit traf ich einen Mann, so Anfang 40 sch\u00e4tzungsweise. Der sieht Sinn darin und seine spezielle Aufgabe, das Leben voll Dankbarkeit wahrzunehmen. Dies dr\u00fcckt er, wann immer sich Gelegenheit bietet, aus. Jeden Tag schreibt er in sein Tagebuch einen Dank, wof\u00fcr er bisher noch nicht gedankt hatte.\r\n\r\nDankbarkeit empfinden, ver\u00e4ndert die Gef\u00fchle von Missmut, Groll, Selbstmitleid oder Widerstand. Dankbarkeit\r\nbefreit von dem Zwang, sich anderen zu vergleichen. Sie erm\u00f6glicht, sich mit anderen \u00fcber Gelungenes zu freuen. Dankbarkeit kann ansteckend sein und ein gutes Klima schaffen. Sie ist ein weiches Bett, in das \u00c4rgerliches hineingelegt werden kann. Und sie verbindet Menschen.\r\n\r\nLetzten Sonntag hatten wir im Gottesdienst eine Zeit des miteinander Teilens. Diese Zeit hat mich sehr ber\u00fchrt und ging mir nach. Ein Beitrag begann mit der Schilderung einer konkreten pers\u00f6nlichen Dankbarkeit, die von Herzen\r\nkam. Darauf hin stand ein Gast auf, der die Bethesdagemeinde zum ersten Mal besuchte, stellte sich vor und bedankte sich. Weitere Beitr\u00e4ge um F\u00fcrbitte und Dank folgten.\r\nDankbarkeit schwappt zu anderen \u00fcber, wenn wir bereit sind, unsere Dankbarkeit auch auszusprechen. in Worten zu teilen. Daf\u00fcr ist Raum im Gottesdienst. Danke daf\u00fcr!\r\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Ihre \/ Eure Christin Eibisch <\/em><\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>\u201e\u00dcberraschung in der weiten Welt\u201c (25. Juli 2021)<\/h3>\r\nErf\u00fcllt, erholt und \u00fcberaus dankbar sind Frank und ich von unserer Urlaubsreise zur\u00fcckgekehrt.\r\nAm 18. Juli nachmittags besuchten wir die Eismeerkathedrale in Troms\u00f8. Ein Orgelkonzert war angek\u00fcndigt. W\u00e4hrend kurzweilige, witzige St\u00fccke erklangen, u.a. aus dem \u201eKarneval der Tiere\u201c, liefen Kinder mit ihren M\u00fcttern und V\u00e4tern durch die Kirche, schauten sich hier und da um, betrachteten das eindr\u00fcckliche Altarbild wie ein Suchbild, auf dem sich verschiedene Motive finden lassen. Eine junge Frau sprach die Kinder einzeln an und lud sie ein, sich kreativ zu beteiligen. Daf\u00fcr waren mehrere attraktive Angebote platziert. Eine entspannte Atmosph\u00e4re und f\u00fcr mich ungew\u00f6hnlich f\u00fcr ein Orgelkonzert.\r\nDie gr\u00f6\u00dfte \u00dcberraschung allerdings war die Kantorin: Sie ist eine Mitsch\u00fclerin der Berliner Theresienschule, an der ich Abitur gemacht hatte. Ihre Schwester war in meiner Klasse, sie selbst zwei Jahrg\u00e4nge \u00fcber mir. Nun lebt sie dort \u201eoben\u201c seit vielen Jahren.\r\nDie freudige \u00dcberraschung beiderseits war gro\u00df, auch wenn keine Gelegenheit war, ausf\u00fchrlicher miteinander zu sprechen. Denn im Anschluss an das Konzert scharten sich Kinder mit ihren Eltern, die die Orgel durch ihre Anleitung ausprobieren und kennenlernen konnten.\r\n\r\nDie gro\u00dfe Welt Gottes ist klein. Die kleine Welt Gottes gro\u00df. In der Ferne kann man N\u00e4he finden. Und in der N\u00e4he\r\nFerne. Es kommt auf den Blickwinkel an. Gott macht sich bemerkbar, in ihm hat alles seinen Ursprung und findet sein Ziel. Auch hier: auf den Blickwinkel kommt es an.\r\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Ihre \/ Eure Christin Eibisch <\/em><\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>\u201eAmen Atmen\u201c (28. Juni 2021)<\/h3>\r\nEben mal f\u00fcr ein paar Augenblicke den Tag voller Besch\u00e4ftigung unterbrechen. Stille. Durchatmen. Mich hineinlegen in ein Vertrauenslied oder Gebet, das ich nicht erst formulieren muss, sondern was vor mir da ist und von vielen Menschen gebetet wurde und wird.\r\nAuf <a href=\"https:\/\/amen-atmen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/amen-atmen.de\/<\/a> finden sich u.a. kurze podcast-Gebetszeiten f\u00fcr morgens, mittags und abends. Sie\r\nhelfen, innezuhalten, sich mit Gott zu verbinden, sich am Morgen bewusst sich auf den Tag auszurichten und am\r\nAbend den Tag vor Gott Revue passieren zu lassen.\r\nSch\u00f6n gemacht finde ich auch die 5-Minuten-Videos zum Thema beten, z.B. dar\u00fcber, mitten im Alltag einen heiligen Ort oder Zeit zu finden. (siehe Inspirationen) Im Alltag aus Gottes Gegenwart leben, das tut gut.\r\nMich interessiert, wie es Ihnen\/Dir mit einer Gebetszeit am Tag ergeht. Vielleicht hast Du\/haben Sie ja Lust, das\r\nmal auszuprobieren, und zwar nicht erst wenn mal mehr Zeit ist, sondern mitten drin: AMEN ATMEN.\r\n\r\nHier ein \u201eAppetithappen\u201c aus dem Schluss eines Morgengebetes:\r\n\r\n<em>So lade ich dich, Gott, nun ein, den Tag, der vor mir liegt, zu gestalten \u2013 in mir und mit mir. <\/em>\r\n<em>Atme in mir, Heiliger Geist, dass ich heute Gutes denke. <\/em>\r\n<em>Wirke in mir, Heiliger Geist, dass ich heute Gutes f\u00fchle! <\/em>\r\n<em>Pulsiere in mir, Heiliger Geist, dass ich heute Gutes tue! <\/em>\r\n<em>Dir gebe ich meinen Tag und mein Leben. <\/em>\r\n<em>Erf\u00fclle mich mit deiner Kraft und mit deiner Liebe. <\/em>\r\n<em>Heute. Und an allen Tagen. Und in Ewigkeit. <\/em>\r\n<em>Amen. (nach Augustinus)<\/em>\r\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Ihre \/ Eure Christin Eibisch <\/em><\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2691 alignright\" src=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Baum-300x207.jpeg\" alt=\"umgest\u00fcrzter Bau\" width=\"300\" height=\"207\" srcset=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Baum-300x207.jpeg 300w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Baum.jpeg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>\u201eUmgefallen\u201c (30. April 2021)<\/h3>\r\nAuf unserer Seeumrundung fiel uns am Wegesrand ein Baum ins Auge. Er war entwurzelt und &#8211; warum auch immer &#8211; umgefallen. Das allein ist nichts Au\u00dfergew\u00f6hnliches.\r\nSo mancher Baum f\u00e4llt um, auch wenn er noch nicht so alt ist, warum auch immer. Au\u00dfergew\u00f6hnlich an diesem Baum sind die vielen Triebe, die aus dem Stamm hervorsprie\u00dfen und gerade ergr\u00fcnen. \u201aLeben dr\u00e4ngt nach Leben\u2018, dachte ich. Wie sch\u00f6n, daran erinnert zu werden. Aus abgebrochenem, entwurzelten, kranken, unvollendetem Leben kann vielfach neues Leben entstehen. Das ist gut zu wissen.\r\nUnd doch ist ein \u201eUmfallen\u201c, eine Krise, schwer auszuhalten im Herzen. Er mag von Weisheit, Erfahrung und Erkenntnis getragen sein, dieser Satz, dass in der Krise eine Chance liegt. Gleichzeitig geht eine Krise auch mit Schmerzen einher. Umfallen tut weh! Wer in eine Krise ger\u00e4t, kommt in Gefahr. Es braucht Zeit, Schmerzhaftes zu akzeptieren. Und Grenzen und Beschr\u00e4nkungen zu akzeptieren, auch wenn das innere Gef\u00fchl nach ganz anderem Wollen dr\u00e4ngt. So geht\u2018s mir gerade. Doch ich wei\u00df, Krisen gehen mit Chancen einher. All das Beschwerliche, M\u00fchsame, \u00c4rgerliche dieser Zeit aushalten, das ist jetzt dran.\r\nUnd das Beste aus dem derzeit M\u00f6glichen machen, auch zu schauen, wo ich mich im Sinne der Bewahrung der\r\nSch\u00f6pfung ver\u00e4ndere. Daran erinnern mich der umgefallene Baum mit den gr\u00fcnenden Sch\u00f6sslingen.\r\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Ihre \/ Eure Christin Eibisch <\/em><\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>\u201eDu musst Dein Mikro einschalten!\u201c\u00a0 (15. April 2021)<\/h3>\r\nZu beinahe jeder digitalen Konferenz geh\u00f6rt er, dieser Satz \u201eDu musst Dein Mikro einschalten!\u201c Ich beginne zu\r\nreden und zu gestikulieren, daraufhin huscht ein Schmunzeln \u00fcber die Bildschirm-Gesichter der anderen.\r\nSchmunzeln &#8211; bis der entsprechende Knopf gefunden ist, mit dem die Stummschaltung aufgehoben werden\r\nkann. Weil Frau und Mann noch ein bisschen unge\u00fcbt sind, darum ist dieser Satz so etwas wie ein Standard geworden. Sinnvoll ist es, das Stummschalten in einer Videokonferenz! Stummschalten ist das Erste, was ich gelernt habe! \u201eDu musst Dein Mikro einschalten, wenn wir Dich h\u00f6ren sollen!\u201c, sagt der Moderator. Ohne eingeschaltetes Mikrofon kann man viel reden. Allein es w\u00fcrde nichts n\u00fctzen, ganz gleich, wie laut sie oder er spricht.\r\nDie anderen k\u00f6nnen sie und ihn nicht h\u00f6ren. Wenn ich rede, ist noch lange nicht gesagt, dass ich geh\u00f6rt werde.\r\nAndere m\u00fcssen in H\u00f6rweite sein, mit und ohne technische Voraussetzungen.\r\nWie n\u00f6tig ein funktionierender H\u00f6rsinn ist, erleben besonders jene, deren H\u00f6rsinn mit zunehmenden Alter\r\nschw\u00e4cher wird. Immer feinsinniger werdende H\u00f6rger\u00e4te erm\u00f6glichen darum -zig Menschen die Teilnahme am\r\ngemeinschaftlichen Leben. Implantierte Hightechger\u00e4te geben Kindern und Erwachsenen mit geringem H\u00f6rrest\r\ndie Chance zu kommunizieren.\r\nAls vorgestern w\u00e4hrend der Vorstandssitzung wieder mehrfach gesagt wurde: \u201eDu musst Dein Mikro einschalten, wenn wir Dich h\u00f6ren sollen!\u201c erinnerte ich mich an folgende kleine Geschichte. Sie handelt von einem Gesch\u00e4ftsmann. Dieser suchte auf einen Sprung nach anstrengendem Tag eine Bar auf, nahm zwischen ein paar anderen G\u00e4sten Platz und atmete auf. \u201ePl\u00f6tzlich fiel ihm auf, dass im Ohr seines Nachbarn eine Banane steckte, ja\r\neine Banane! Verwundert fragte er sich: ,Ob ich ihn darauf aufmerksam machen soll? Aber was gehts mich an.\u2019\r\nDoch es bohrte in ihm weiter. Nach ein, zwei Drinks stie\u00df er seinen Nachbarn freundlich an: ,Entschuldigen Sie,\r\nhm. In Ihrem Ohr steckt eine Banane.\u2019 &#8211; Darauf der Nachbar: ,Was?\u2019 &#8211; Der Gesch\u00e4ftsmann noch mal: ,Sie haben\r\neine Banane im Ohr.\u2019 &#8211; Und wieder der Nachbar: ,Was meinen Sie?\u2019 &#8211; ,In Ihrem Ohr steckt eine Banane!\u2019 br\u00fcllt nun\r\nder Gesch\u00e4ftsmann. &#8211; ,Sprechen Sie doch etwas lauter\u2019, antwortet der Nachbar, ,ich habe eine Banane im Ohr.\u2019\r\nDazu schreibt Anthony de Mello (1931 &#8211; 1987), der viele Menschen auf ihrem Weg geistlich begleitet und beraten\r\nhat: \u201eDas ist der springende Punkt: Die Leute\u2026 wollen sich eigentlich nicht \u00e4ndern; die Leute wollen eigentlich\r\nnicht gl\u00fccklich sein. Wie mir jemand sehr weise sagte: \u201eVersuch nicht, sie gl\u00fccklich zu machen! Du schaffst dir nur\r\nProbleme. Versuch nicht, einem Schwein das Singen beizubringen! Du verschwendest nur deine Zeit und irritierst\r\ndas arme Schwein.\u201c\r\nSo beginnt sein Buch: \u201eDer springende Punkt &#8211; Wach werden und gl\u00fccklich sein.\u201c Eines der humorvollsten und\r\nweisesten B\u00fccher, das ich fast zuletzt aus meinem B\u00fccherschrank weggeben w\u00fcrde.\r\nImmerhin, ein kleiner erster Schritt ist es ja schon mal, wenn ich in einer n\u00e4chsten Viko, bevor ich etwas sage, die\r\nStummschaltung aufhebe. Vielleicht ist das in Bezug auf Gott auch so, denke ich noch\u2026 Mikro einschalten!\r\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Ihre \/ Eure Christin Eibisch <\/em><\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2587 alignright\" src=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/passion-3111247_640-300x178.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"178\" srcset=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/passion-3111247_640-300x178.jpg 300w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/passion-3111247_640.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Karfreitag und Ostern 2021<\/h3>\r\nAuch in diesem Jahr fanden in unserer Kirche \u00fcber Ostern keine Pr\u00e4senz-Gottesdienste statt. Das bedeutete jedoch nicht, dass Ostern ausfiel! Das wichtigste Fest der Christenheit fand statt und wurde gefeiert, na klar!\r\nDenn die Auferstehung Jesu hat ja stattgefunden. Sie ist die Basis unseres Glaubens.\r\n\r\nDaher gab es zwei digitale Gottesdienste der Bethesdakirche f\u00fcr <a href=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/karfreitagsgottesdienst\/\">Karfreitag<\/a> und <a href=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/ostergottesdienst\/\">Ostern<\/a> mitzuerleben, die auch nach Ostern geh\u00f6rt werden k\u00f6nnen. Denn: Die Osterbotschaft gilt an jedem Tag!<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>27. M\u00e4rz 2021: Was mich besch\u00e4ftigt&#8230;<\/h3>\r\nDiese Woche sp\u00fcrte ich ihn: den lebendigen Geist. Und das kam so:\r\nAnfang der Woche hatte ich mit einer Mischung von Unlust, Missmut, Alleinseingef\u00fchl, Traurigkeit, \u00c4rger,\r\nGleichg\u00fcltigkeit in mir zu tun. Zusammengefasst und unfein ausgedr\u00fcckt: Ich hatte die Schnauze richtig voll.\r\nAm Morgen stand eine Zoom-Sitzung auf der Tagesordnung. Die Vorsitzende hielt eine Andacht. Nach und nach\r\n\u00f6ffnete sich mein Herz. Ich hatte mir das nicht vorgenommen. Was ich h\u00f6rte, erreichte nicht nur meinen Verstand, sondern auch mein Gef\u00fchl. Es war f\u00fcr mich, als wenn eine dicke dunkle Wolkendecke auarach, der Himmel nach und nach aublarte, bis das Himmelsblau wunderbar zur Geltung kam.\r\nEinige Zeit sp\u00e4ter erhielt ich einen Anruf. Wir hatten uns lange nicht gesehen und gesprochen. Unterbrach der\r\nAnruf auch meine Arbeit, freute ich mich doch sehr, seine Stimme zu h\u00f6ren. Wir tauschten uns dar\u00fcber aus, was\r\ngerade oben auf lag. Anderntags schrieb er, dass es ihm gut getan hat wieder einmal mit mir zu reden und dass\r\ner jetzt an manchen Stellen etwas klarer sieht.\r\nDiese kleinen Erlebnisse im Alltag erinnern mich an meine Bed\u00fcrftigkeit danach, zu sp\u00fcren, in Kontakt mit anderen zu sein. Gottes flexibler Geist schenkt mir, was ich brauche.\r\nVorgestern fand ich die Gedanken der Andacht meiner Kollegin im Fasten-Wegweiser. Es ist nichts Gigantisches.\r\nDoch mich hat der lebendige Geist erreicht.\r\n<p style=\"text-align: left;\"><em>\u201eAlles ist da. <\/em>\r\n<em>Neulich war ich in eiern Kirche und sah einer Frau zu, die ein altes Mosaik freilegte und restaurierte. Sie war <\/em>\r\n<em>ganz versunken in ihre Arbeit mit B\u00fcrste, Pinsel und Spachtel. Es schien f\u00fcr sie \u00fcberhaupt keine Rolle zu spie-<\/em>\r\n<em>len, wie lange es noch dauern w\u00fcrde. Das Mosaik befand sich in einer entlegenen, dunklen Kapelle, wohin <\/em>\r\n<em>sich kaum jemand verirren w\u00fcrde. Aber auch das spielte keine Rolle. Das Einzige, was z\u00e4hlte, war: dass die <\/em>\r\n<em>Mosaiksteine nachher wieder leuchteten, einer nach dem anderen, und es w\u00fcrden noch viele Hundert sein. <\/em>\r\n<em>Ich sa\u00df lange da und mit einem Mal sp\u00fcrte ich, dass ich neidisch war: neidisch auf die Gegenwart, in der die <\/em>\r\n<em>Farben leben konnten. Eine selbstgen\u00fcgsame Gegenwart.\u201c (aus: Pascal Mercier: Das Gewicht der Worte)<\/em><\/p>\r\n<p style=\"text-align: left;\">Was mir aus meiner Dunklen-Wolken-Stimmung heraus geholfen hat? Auf einmal kam es mir zugeflogen:\r\nJedes einzelne Mosaiksteinen ist wichtig f\u00fcr das gro\u00dfe Ganze. W\u00e4hrend die Restauratorin sich jedem einzelnen\r\nSteinchen zuwendet und es reinigt, ist das Mosaik als Gesamtbild nicht zu sehen. So ist das. Manchmal steht\r\nnicht das Gesamtbild im Vordergrund, sondern die Arbeit an den einzelnen Details. Dieser Gedanke schenkte mir\r\nwieder Zugang zu Trost und Zuversicht. DANKE!<\/p>\r\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Ihre \/ Eure Christin Eibisch <\/em><\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3><strong>Andacht f\u00fcr Sonntag, den 14.02.2021 <\/strong><\/h3>\r\nF\u00fcr Sonntag, den 14. Februar 2021 hatte Matthias A. eine Andacht vorbereitet. Eine gesegnete Zeit und viel Freude beim Anh\u00f6ren.\r\n<article id=\"arbitrary-instance-6a49cac141c77\" class=\"iron_widget_radio\"><div class=\"iron-audioplayer  playlist_has_no_ctas skin_floated\" id=\"arbitrary-instance-6a49cac141c77-47793ce351\" data-id=\"arbitrary-instance-6a49cac141c77\" data-track-sw-cursor=\"\" data-lazyload=\"\" data-albums=\"2551\" data-category=\"\" data-url-playlist=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/?load=playlist.json&#038;title=&#038;albums=2551&#038;category=&#038;posts_not_in=&#038;category_not_in=&#038;author=&#038;feed_title=&#038;feed=&#038;feed_img=&#038;el_widget_id=&#038;artwork=&#038;posts_per_pages=-1&#038;all_category=&#038;single_playlist=&#038;reverse_tracklist=&#038;audio_meta_field=&#038;repeater_meta_field=&#038;import_file=&#038;rss_items=-1&#038;rss_item_title=&#038;is_favorite=&#038;is_recentlyplayed=&#038;srp_order=date_DESC\" data-sticky-player=\"0\" data-shuffle=\"false\" data-playlist_title=\"\" data-scrollbar=\"\" data-wave-color=\"\" data-wave-progress-color=\"\" data-spectro=\"\" data-no-wave=\"\" data-hide-progressbar=\"\" data-progress-bar-style=\"\"data-feedurl=\"0\" data-notrackskip=\"\" data-no-loop-tracklist=\"\" data-playertemplate =\"skin_float_tracklist\" data-hide-artwork =\"\" data-speedrate=\"1\"  data-tracks-per-page=\"\" data-pagination_scroll_offset=\"\" data-adaptive-colors=\"\" data-adaptive-colors-freeze=\"\" style=\"opacity:0;\"><div class=\"sonaar-grid\" ><div class=\"sonaar-Artwort-box \">\n                <div class=\"control\">\n                    \n                <\/div>\n                <div class=\"album\">\n                    <div class=\"album-art\">\n                        <img alt=\"album-art\">\n                    <\/div>\n                <\/div>\n                <\/div><div class=\"playlist sr_waveform_mediaElement\"  id=\"playlist_arbitrary-instance-6a49cac141c77\"><h3 class=\"sr_it-playlist-title\"><\/h3><div class=\"srp_subtitle\"><\/div><div class=\"srp_tracklist\"><ul class=\"srp_list\"><li \n            class=\"sr-playlist-item\" \n            data-audiopath=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Predigtansprache_Godi_14_02_2021_Estomihims.mp3\"\n            data-showloading=\"1\"\n            data-albumTitle=\"Predigtansprache 14.02.2021\"\n            data-albumArt=\"\"\n            data-releasedate=\"\"\n            data-date=\"2021\/02\/13\"\n            data-date-formated=\"13. 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Januar 2021: Was mich besch\u00e4ftigt&#8230;<\/h3>\r\nDie Corona-Pandemie geht mir auf die Nerven. Mit all dem, womit alle besch\u00e4ftigt sind: Einschr\u00e4nkung des Bewegungsradius, Verzicht auf G\u00e4ste zum Geburtstag, keine Umarmungen, gemeinsam mit meinem Mann unser\r\nfrischgeborenes Enkel und seinen Eltern nicht besuchen zu k\u00f6nnen. Kein Kirchenkaffee, keine Mitbringparty\r\nnach dem Gottesdienst, kein fr\u00f6hliches Kinderlachen in der Kirche, Konzerte abgesagt oder verlegt, dass die\r\nImpfungen nicht so schnell vonstattengehen wie erhofft, wenige Menschen nur hinter Masken sehen\u2026 Und das\r\nalles schon so lange! Wie lange noch? Na klar, \u201ejammern auf hohem Niveau\u201c, h\u00f6re ich oft sagen. N\u00fctzt ja nichts,\r\nwir m\u00fcssen durch. Klar.\r\n\u201eWie lange noch?\u201c, fragen Menschen Gott von alters her. Damit steht diese Frage nicht nur im Raum, sie bekommt eine Adresse: Wie lange noch, Gott? Hast Du Dir das so vorgestellt, HERR? In pers\u00f6nlicher Bedr\u00e4ngung, in\r\nEinsamkeit bleiben Betende zwar allein, jedoch bleiben sie nicht einsam. Ihre Worte finden Platz im Chor derer,\r\ndie bei Gott Zuflucht suchen. Innerste Bedr\u00e4ngungen und \u00e4u\u00dfere, \u00c4ngste und Sorgen finden Gottes h\u00f6rendes\r\nOhr, unser Mitleiden mit Menschen, die zu zerbrechen drohen und wirklich zerbrechen an Grausamkeit und Ungerechtigkeit. Es lohnt sich Psalmen zu lesen, z.B. Psalm 4. Dabei erleben Betende eine \u00dcberraschung zum\r\nSchluss. Die verrate ich hier aber nicht. Also: Auch Gebete, die beginnen mit \u201eGott, ich klage Dir\u2026\u201c oder \u201eGott,\r\nich halte es nicht mehr aus, dass\u2026\u201c k\u00f6nnen Platz an der Gebetswand im Kirchsaal der Bethesdakirche finden.\r\n\r\n<em>Ihre \/ Eure Christin Eibisch <\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Andacht zum Jahreswechsel 2020\/2021<\/h3>\r\nWer zum Jahreswechsel den \u00dcbergang mit einem Innehalten gestalten m\u00f6chte, findet <a href=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Andacht_2020-31-12.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a> eine Anregung, um R\u00fcckschau in Gottes Gegenwart zu halten.<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2502 alignright\" src=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Jahreslosungsmotive-Barmherzig-212x300.jpg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Jahreslosungsmotive-Barmherzig-212x300.jpg 212w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Jahreslosungsmotive-Barmherzig-723x1024.jpg 723w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Jahreslosungsmotive-Barmherzig-768x1087.jpg 768w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Jahreslosungsmotive-Barmherzig.jpg 904w\" sizes=\"auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/>\u201eSeid barmherzig, wie auch euer himmlischer Vater barmherzig ist!\u201c<\/em> (Lukas 6,36) &#8211; Gottesdienst zur Jahreslosung 2021<\/h3>\r\nAn dieser Stelle besteht die M\u00f6glichkeit, den Neujahrsgottesdienst als Audio-Gottesdienst zu erleben und am 03. oder 10. Januar 2021 daheim zu feiern. Alle sind eingeladen, den Psalm und die Lieder mitzusingen.\r\n\r\n<article id=\"arbitrary-instance-6a49cac142fea\" class=\"iron_widget_radio playlist_enabled\"><div class=\"iron-audioplayer  show-playlist playlist_has_no_ctas skin_floated\" id=\"arbitrary-instance-6a49cac142fea-1c56a5de93\" data-id=\"arbitrary-instance-6a49cac142fea\" data-track-sw-cursor=\"\" data-lazyload=\"\" data-albums=\"2480\" data-category=\"\" data-url-playlist=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/?load=playlist.json&#038;title=&#038;albums=2480&#038;category=&#038;posts_not_in=&#038;category_not_in=&#038;author=&#038;feed_title=&#038;feed=&#038;feed_img=&#038;el_widget_id=&#038;artwork=&#038;posts_per_pages=-1&#038;all_category=&#038;single_playlist=&#038;reverse_tracklist=&#038;audio_meta_field=&#038;repeater_meta_field=&#038;import_file=&#038;rss_items=-1&#038;rss_item_title=&#038;is_favorite=&#038;is_recentlyplayed=&#038;srp_order=date_DESC\" data-sticky-player=\"0\" data-shuffle=\"false\" data-playlist_title=\"\" data-scrollbar=\"\" data-wave-color=\"\" data-wave-progress-color=\"\" data-spectro=\"\" data-no-wave=\"\" data-hide-progressbar=\"\" data-progress-bar-style=\"\"data-feedurl=\"0\" data-notrackskip=\"\" data-no-loop-tracklist=\"\" data-playertemplate =\"skin_float_tracklist\" data-hide-artwork =\"\" data-speedrate=\"1\"  data-tracks-per-page=\"\" data-pagination_scroll_offset=\"\" data-adaptive-colors=\"\" data-adaptive-colors-freeze=\"\" style=\"opacity:0;\"><div class=\"sonaar-grid\" ><div class=\"sonaar-Artwort-box \">\n                <div class=\"control\">\n                    \n                <\/div>\n                <div class=\"album\">\n                    <div class=\"album-art\">\n                        <img alt=\"album-art\">\n                    <\/div>\n                <\/div>\n                <\/div><div class=\"playlist sr_waveform_mediaElement\"  id=\"playlist_arbitrary-instance-6a49cac142fea\"><h3 class=\"sr_it-playlist-title\"><\/h3><div class=\"srp_subtitle\"><\/div><div class=\"srp_tracklist\"><ul class=\"srp_list\"><li \n            class=\"sr-playlist-item\" \n            data-audiopath=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/01-Praeludium.mp3\"\n            data-showloading=\"1\"\n            data-albumTitle=\"Neujahrsgottesdienst\"\n            data-albumArt=\"\"\n            data-releasedate=\"\"\n            data-date=\"2020\/12\/31\"\n            data-date-formated=\"31. 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Vieles an den biblischen Berichten erscheint m\u00e4rchenhaft, ja fast ein bisschen naiv. Wer etwas an der Grenze des Fassungsverm\u00f6gens erlebt, stammelt herum oder ringt um Worte. \u00dcberw\u00e4ltigt vom unsagbaren Geschehen entstand \u00fcber eine Generation hin ein Bericht in mehreren Varianten. Nicht alle Einzelheiten sind wichtig. Um die eine Botschaft geht es, die Maria ihren Freunden mitteilt: \u201eIch habe den Gekreuzigten lebendig gesehen!\u201c (Joh 20,18) Was wird wohl das dann mit der Auferstehung sein? Darauf k\u00f6nnen wir gespannt sein. Darum singt, wo auch immer und wie auch immer Ihr das Osterfest feiern werdet in diesem Jahr die Hymne\r\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u201eAuferstehen, auferstehen werd auch ich <\/em>\r\n<em>und den Auferstanden sehen, <\/em>\r\n<em>denn er kommt und wecket mich.\u201c<\/em>\r\nText: Friedrich Mohn, EM 241,4<\/p>\r\nWie werde ich den Osterspaziergang und das Osterfr\u00fchst\u00fcck mit Euch vermissen! Es wird andere Gelegenheiten geben. Seid herzlich in den Fr\u00fchling hinein gegr\u00fc\u00dft und bleibt beh\u00fctet,\r\n\r\n<em>Ihre \/ Eure Christin Eibisch <\/em>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Einer ist unser Leben, Licht auf unseren Wegen, <\/em>\r\n<em>Hoffnung, die aus dem Tod erstand, die uns befreit.<\/em>\r\nText: Lothar Zenetti, 1973, EM 134<\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Andacht aus dem Gemeindebrief f\u00fcr die Monate Februar und M\u00e4rz 2020<\/h3>\r\nLiebe Freundinnen, liebe Freunde der Bethesdakirche,\r\nliebe Schwestern, liebe Br\u00fcder,\r\n\r\n<figure id=\"attachment_1784\" aria-describedby=\"caption-attachment-1784\" style=\"width: 207px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1784\" src=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/DSC_7196-200x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"207\" height=\"311\" srcset=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/DSC_7196-200x300.jpeg 200w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/DSC_7196.jpeg 213w\" sizes=\"auto, (max-width: 207px) 100vw, 207px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1784\" class=\"wp-caption-text\">Kreuz aus der Stiftskirche St. Servatus Quedlinburg, Foto: Frank Eibisch<\/figcaption><\/figure>\r\n\r\n\u201eIch glaube, hilf meinem Unglauben!\u201c (Markus 9,24)\r\nStatt eines Zuspruchs kommt uns mit der Jahreslosung ein Appell an Gott entgegen. Genauer gesagt: Ein Hilfeschrei eines verzweifelten Vaters, der um seinen Jungen bangt. Jesus soll helfen! Kurz zuvor sagt Jesus zu ihm: \u201eWer glaubt, kann alles!\u201c Was f\u00fcr eine auf die Spitze getriebene Aussage! Fallen nicht gen\u00fcgend Beispiele ein, die diese Behauptung widerlegen? \u00c4rgerlich, so ein Satz. Neben dem \u00c4rger versuche ich auf eine andere Weise zu h\u00f6ren: im liebevollen Ton des Zuspruchs. Dann lockt er, das Gottvertrauen auszuprobieren. Wie so oft macht der Ton die Musik. Auch wenn das kleine W\u00f6rtchen \u201ealles\u201c wohl ein Stachel bleibt. \u201eIch glaube\u2026 Jesus Christus, du Sohn Gottes, ich setze all mein Vertrauen auf dich.\u201c so spricht der Vater, der alles f\u00fcr seinen Sohn tut. Darin wird er mir zu einem motivierenden Vorbild. Doch der Zwiespalt bleibt, das Hin-und-Hergerissensein zwischen Vertrauen auf das was durch Gottes Geist werden wird und dem Bed\u00fcrfnis, das Ergebnis selbst in Hand nehmen zu wollen. Doch Gottes Wirken bleibt unverf\u00fcgbar. Dieser Zwiespalt l\u00e4sst sich nicht aufl\u00f6sen. Wir leben darin. Wie gut, dass wir uns vertrauensvoll und skeptisch oder zweifelnd dem \u00fcberlassen d\u00fcrfen, in dessen Hand unser gesamtes Leben liegt. Was f\u00fcr ein sch\u00f6nes Bild: Mein Leben liegt in deiner Hand, barmherziger Gott.\r\n\r\nWir sind dein Eigentum, wir sind in deinen H\u00e4nden.\r\nWir trauen deiner Macht an allen Enden.\r\nText: Hans-Georg Lotz, EM 352 &#8211; Die drei weiteren Strophen nehmen genau diesen Zwiespalt auf und m\u00fcnden in einem Dank f\u00fcr dieses Leben ein.\r\n\r\nIn diesem Sinn w\u00fcnsche ich Ihnen \/ Euch ein spannendes Erleben mit diesem Satz. Was wird er bei Ihnen, bei Dir bewirken?\r\n\r\nHerzliche Gr\u00fc\u00dfe,\r\n\r\n<em>Ihre \/ Eure Christin Eibisch<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Andacht aus dem Gemeindebrief f\u00fcr die Monate Dezember 2019 und Januar 2020<\/h3>\r\n<figure id=\"attachment_1749\" aria-describedby=\"caption-attachment-1749\" style=\"width: 218px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1749 size-medium\" src=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Gemeindebrief-2019-12-218x300.jpg\" alt=\"\" width=\"218\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Gemeindebrief-2019-12-218x300.jpg 218w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Gemeindebrief-2019-12.jpg 406w\" sizes=\"auto, (max-width: 218px) 100vw, 218px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1749\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: Volker E.Kempf Das Wunder im Stall \/ Spraypainting auf Leinwand<\/figcaption><\/figure>\r\n\r\nLiebe Freundinnen, liebe Freunde der Bethesdakirche,\r\nliebe Schwestern, liebe Br\u00fcder,\r\n\r\n\u201eWas f\u00fcr ein Wunder!\u201c sagen frisch gebackene Eltern begeistert, die erlebt haben, wie ihr Kind auf die Welt gekommen ist. So wird es auch Maria und Josef ergangen sein.\r\nGott kommt zur Welt als Menschenkind. Der \u201eIch bin da\u201c begibt sich hinein in die Zeit, in die Geschichte, die Freude und das Verh\u00e4ngnis. <em>\u201eUnd das Wort wurde Mensch und wir sahen seine Herrlichkeit.\u201c<\/em> (Johannes 1,14)\r\n<em>&#8222;Gott will im Dunkel wohnen und hat es doch erhellt!\u201c<\/em> (Jochen Klepper) Nichts ver\u00e4ndert das Angesicht der Erde so sehr wie Gottes Menschwerdung.\r\n\u201eIch bin da.\u201c So ist Gott. Nicht: \u201eVielleicht. Mal sehen, ob ich Zeit habe, ob ich\u2019s einplanen kann in meinem Kalender.\u201c \u201eIch bin da.\u201c Verl\u00e4sslich. Immer und ewig.\r\nDas w\u00e4re ja mal spannend: in den Tagen der Advents- und Weihnachtszeit die F\u00fchler danach auszustrecken und zu schauen, wo Dir denn der Mensch gewordene Gott begegnet. Abends nimmst Du Dir dann einen Moment Zeit um den Tag mit seinen Begegnungen passieren zu lassen. Ein Stichwort in ein Notizheft schreiben zur Erinnerung, das reicht. Wer wei\u00df, vielleicht entsteht daraus ein kleines B\u00fcchlein der Wunder, ein Geschenk f\u00fcr Dich? Und es gibt vom Mensch gewordenen Gott heutzutage einiges zu erz\u00e4hlen?\r\nF\u00fcr solch eine Geschichte w\u00e4re auch Platz im Gottesdienst bei \u201eGlaube teilen\u201c. Nur Mut!\r\n\r\n<em>\u201eWer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.\u201c<\/em> (David Ben Gurion)\r\n\r\nSpannend herauszufinden, wie diese beiden Pole zusammenpassen.\r\n\r\nEine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit w\u00fcnscht Dir\/w\u00fcnscht Ihnen\r\n\r\nDeine\/Ihre <em>Christin Eibisch<\/em>\r\n\r\nUnd: einen fr\u00f6hlichen Jahreswechsel!\r\n<p style=\"text-align: center;\">Ich sehe Dich mich Freuden an und kann nicht satt mich sehen;\r\nund weil ich nun nichts weiter kann, bleib ich anbetend stehen.\r\nO dass mein Sinn ein Abgrund w\u00e4r und meine Seel ein weites Meer,\r\ndass ich dich m\u00f6chte fassen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: center;\">(Paul Gerhardt)<\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Andacht aus dem Gemeindebrief f\u00fcr die Monate Oktober und November 2019<\/h3>\r\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1626 alignright\" src=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Logo-Schwerter-zu-Pflugscharen-RGB-293x300.jpg\" alt=\"\" width=\"293\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Logo-Schwerter-zu-Pflugscharen-RGB-293x300.jpg 293w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Logo-Schwerter-zu-Pflugscharen-RGB-768x787.jpg 768w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Logo-Schwerter-zu-Pflugscharen-RGB.jpg 911w\" sizes=\"auto, (max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/>\r\nLiebe Freundinnen, liebe Freunde der Bethesdakirche,\r\nliebe Schwestern, liebe Br\u00fcder,\r\n\r\nes gibt sie noch, die \u00d6kumenische Friedensdekade. Seit Anfang der 1980er Jahre l\u00e4uft sie jedes Jahr zehn Tage bis zum Bu\u00df- und Bettag, dieses Jahr also vom 10.-20. November.\r\n\r\nR\u00fcckblickend, so meine ich, haben die Impulse, Aktionen und Gebete der Friedensdekade besonders junge Menschen in der DDR gepr\u00e4gt und inspiriert, ermutigt und gest\u00e4rkt. Ihr Erleben und ihr Friedenswille flossen in die friedliche Revolution vor 30 Jahren ein. Im Fr\u00fchjahr 1982 fand ich mich zum Vorstellungsgespr\u00e4ch f\u00fcr das Studium an der Sektion Theologie zu Berlin ein. Diese befand sich in einer zugigen provisorischen Baracke. Im Vorzimmer des zust\u00e4ndigen Professors war zentral eine Lenin-B\u00fcste auf rotem Tuch platziert. Bevor das Gespr\u00e4ch begann, ermahnte man mich eindringlich, mit dem Aufn\u00e4her \u201eSchwerter zu Pflugscharen\u201c nie wieder zu erscheinen. Aus meinen Glaubensansichten damals machte ich keinen Hehl und zitierte munter entsprechende vision\u00e4re Worte aus dem Propheten Micha (4,1-4): <em>\u201e&#8230;Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des Herrn Wort von Jerusalem. Er wird unter gro\u00dfen V\u00f6lkern richten und viele Heiden zurechtweisen in fernen L\u00e4ndern. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spie\u00dfe zu Sicheln machen. Kein Volk wird gegen das andere das Schwert erheben, und sie werden fortan nicht mehr lernen, Krieg zu f\u00fchren. Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken&#8230;\u201c<\/em> Freunden von mir wurden von staatlichen Amtstr\u00e4gern die Aufn\u00e4her aus dem \u00c4rmel ihres Parkas geschnitten. In der DDR gab es offiziell keine Friedensbewegung. Und doch gab es sie!\r\n60 Jahre werden es, dass die Bronzestatue, die dieses biblische Motiv darstellt, im Garten des UNO-Hauptgeb\u00e4udes in New York steht. Es war ein Geschenk der damaligen Sowjetunion.\r\n\r\n\u201eFriedensklima\u201c, so lautet das diesj\u00e4hrige Thema. Vielf\u00e4ltige Informationen findet man <a href=\"http:\/\/www.friedensdekade.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a>. Gemeinsam feiern die Leipziger Kreuzkirche und die Bethesdakirche wieder einen Gottesdienst zum Beginn der Friedensdekade am 10.November um 09:30 Uhr in der Kreuzkirche.\r\n\r\nVisionen k\u00f6nnen Menschen Kraft schenken, leiten und pr\u00e4gen. Davon gibt es viele Geschichten.\r\nBleiben wir, wo immer es m\u00f6glich ist, Friedensbotinnen und Friedensboten Christi.\r\n\r\nDas w\u00fcnsche ich uns aus dankbarem Herzen und gr\u00fc\u00dfe herzlich\r\n\r\n<em>Ihre\/Eure Christin Eibisch<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Andacht aus dem Gemeindebrief f\u00fcr die Monate August und September 2019<\/h3>\r\n<figure id=\"attachment_1573\" aria-describedby=\"caption-attachment-1573\" style=\"width: 314px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1573\" src=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/4_ein-st\u00fcck-himmel_Seite_1-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"314\" height=\"235\" srcset=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/4_ein-st\u00fcck-himmel_Seite_1-300x224.jpg 300w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/4_ein-st\u00fcck-himmel_Seite_1-768x573.jpg 768w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/4_ein-st\u00fcck-himmel_Seite_1-1024x764.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 314px) 100vw, 314px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1573\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: Sr. Christamaria Schr\u00f6ter Ein St\u00fcck Himmel sehen und fliegen k\u00f6nnen<br \/>\u00a9 2017 Christusbruderschaft Selbitz . Buch- &amp; Kunstverlag D-95152 Selbitz<br \/>Kunstkarte Nr. 13 www.verlag-christusbruderschaft.de<\/figcaption><\/figure>\r\n\r\nLiebe Freundinnen, liebe Freunde der Bethesdakirche,\r\nliebe Schwestern, liebe Br\u00fcder,\r\n\r\nk\u00fcrzlich fiel mir eine Postkarte ins Auge. Sogleich stellte sich ein Schmunzeln ein. Da sehe ich einen Menschen \u2013 Frau oder Mann oder Kind -, die Haare stehen zu Berge. Oder ist es ein Engel? Dieses Wesen l\u00e4chelt. Punkt, Punkt, Strich, fertig ist das zuversichtliche Gesicht&#8230; Die Hand in orange deutet daraufhin, dass sie oder er offensichtlich eine schwere Last beiseite schiebt. Der Blick ins Freie wird m\u00f6glich. Oder sind die beiden B\u00f6gen am unteren Rand in gr\u00fcn F\u00fc\u00dfe an Beinen, die sich nach rechts bewegen? \u201eEin St\u00fcck Himmel sehen und fliegen k\u00f6nnen\u201c hat Schwester Annamaria Schr\u00f6ter dieses Bild genannt.\r\nWenn ich ein St\u00fcck Himmel sehe, dann sp\u00fcre ich Weite. Manchmal komme ich ins Tr\u00e4umen, Lebenslust entsteht, Gottes G\u00fcte wahrzunehmen und zu feiern. Unweigerlich passiert es: L\u00e4cheln steckt an, macht fr\u00f6hliche Stimmung, gute Laune und geht \u00fcber von Mensch zu Mensch.\r\nDas engelsgleiche Wesen in Orange mit zum Himmel strebenden Haaren mag eine unsichtbare Verbindung mit dem Himmel haben. Und es steht auf dem Boden (der Tatsachen), zeigt ein g\u00fctig-zuversichtliches, ja g\u00f6ttliches L\u00e4cheln. Vielleicht zaubert es auch ein L\u00e4cheln in Ihr und Dein Gesicht? Und Dein L\u00e4cheln bewirkt ein L\u00e4cheln bei einem anderen, und das L\u00e4cheln des anderen ruft ein L\u00e4cheln bei einem weiteren Menschen hervor und so geht es immer weiter&#8230;\r\nDas L\u00e4cheln und die Zuversicht kommen von Gott und gehen zu Gott und dazwischen ist viel Gelegenheit, sich von der Sehnsucht nach Weite inspirieren zu lassen. Wie wohltuend.\r\nEinen leichten Sommer, eine inspirierende Zeit und den Blick ins Weite\r\nw\u00fcnsche ich Ihnen \/ Dir\r\n\r\n<em>Ihre\/Eure Christin Eibisch<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Andacht aus dem Gemeindebrief f\u00fcr die Monate Juni und Juli 2019<\/h3>\r\n<em>Pfingsten \u2013 Gottes Geist bewegt<\/em>\r\n\r\nLiebe Freundinnen, liebe Freunde der Bethesdakirche,\r\nliebe Schwestern, liebe Br\u00fcder,\r\n\r\nPfingsten \u2013 wie sch\u00f6n! Ein langes Wochenende lockt dazu, mal rauszukommen. Die Verwandtschaft zu besuchen oder sich in Gottes sch\u00f6ner Sch\u00f6pfung zu tummeln. Das tut gut.\r\n\r\nPfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes und Geburtstag der Kirche. Mich erstaunt, dass es die Christenheit immer noch gibt. Ohne Heiligen Geist g\u00e4be es heute keine Gemeinde. Kirche und aufwirbelnder Wind, Kirche und Bewegung, Kirche und Aufbruch, \u00dcberlebtes und Neuwerden, wie passt das zusammen?\r\n\r\nDie Pfingstgeschichte in der Apostelgeschichte 2,22ff macht gewiss, dass Gott auch in unserem Leben alles zum Besten lenkt. Wir kennen das: Scheitern mit und an unseren Pl\u00e4nen, seien sie noch so gut erdacht und beabsichtigt. Ja, manchmal kann sogar alles in einer Katastrophe zusammenfallen. Wie Jesus sind wir aufgefangen von Gott. Dort, wo wir am Ende sind, f\u00fchrt er uns zu neuer Freiheit. Richtet uns auf, so wie er Jesus nicht im Tod lie\u00df, sondern auferweckte. Wenn wir am Ende sind, nichts mehr tun k\u00f6nnen, schafft er neues Leben. Wenn mir alles aus der Hand genommen ist, richtet Gott mich auf.\r\n\r\nPfingsten erm\u00f6glicht, dass Jesu Geist Menschen tr\u00f6stet, heilt und zusammenf\u00fchrt, dass Jesu Ausstrahlung weitergeht. Der Heilige Geist Jesu will uns durchpusten und dazu bewegen, bei ihm zu bleiben. Ja, Jesus hat seinen Geist sogar \u00fcber uns aussch\u00fcttet, er selbst ist durch uns am Werk. Seine Sache geht nicht nur \u00e4u\u00dferlich weiter, er selbst f\u00fchrt sie mit uns fort.\r\n\r\nPfingsten, ein Fest der \u00d6ffnung. Dazu braucht es, dass ich selbst mich \u00f6ffne. Sich etwas zu Herzen gehen lassen, damit beginnt es. Und dann staunend erleben, wohin, wozu und wof\u00fcr uns Gottes Geist treibt: neue Worte, eine neue Sprache, neue T\u00f6ne. &#8211; Von der Enge ins Freie. Verwirrung, kreatives Chaos, fr\u00f6hliches geistgewirktes Durcheinander. Menschen, die ich verstehe und die mich verstehen; die meine Sprache sprechen, deren Sprache ich spreche, trotz v\u00f6llig unterschiedlichen Hintergrunds&#8230; Das tut gut.\r\n\r\nIch w\u00fcnsche Ihnen\/Dir ein bewegendes Pfingstfest.\r\nMit besten W\u00fcnschen f\u00fcr den Fr\u00fchsommer\r\n\r\n<em>Ihre\/Eure Christin Eibisch<\/em>\r\n<p style=\"text-align: center;\">Erwecke und belebe uns, du Geist der Freiheit.\r\nErleuchte und bewege uns, du heiliger Geist.\r\nDu bist der Mut, der das Leben verwandelt,\r\nmachst Gottes Bild in den Glaubenden neu.\r\nDu bist der Mut, der das Leben verwandelt,\r\nin dir bleibt Gott dem Geschaffenen treu.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: center;\">(Text: Hartmut Handt, EM 247,3)<\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Andacht aus dem Gemeindebrief f\u00fcr die Monate April und Mai 2019<\/h3>\r\n<figure id=\"attachment_1483\" aria-describedby=\"caption-attachment-1483\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1483\" src=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/DSC_4589-2-300x296.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"296\" srcset=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/DSC_4589-2-300x296.jpeg 300w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/DSC_4589-2.jpeg 487w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1483\" class=\"wp-caption-text\">Fensterbild, Dom St. Marien zu Havelberg, Anfang 15. Jhd (Foto: Frank Eibisch, Mai 2013)<\/figcaption><\/figure>\r\n\r\n<em>\u201eWer zuletzt lacht, lacht am besten.\u201c<\/em>\r\n\r\nLiebe Freundinnen, liebe Freunde der Bethesdakirche,\r\nliebe Schwestern, liebe Br\u00fcder,\r\n\r\n\u201eWer zuletzt lacht, lacht am besten\u201c \u2013 hei\u00dft es im Volksmund. Einen langen Atem braucht\u2019s. Nicht alles, was schnell und zielstrebig Erfolg hat, wird sich durchsetzen. Besser ist es, durchzuhalten, durch H\u00f6hen und Tiefen. Bei Widerstand und auf Umwegen. Lass dich nicht beirren! Denn: Wer zuletzt lacht, lacht am besten.\r\nIn diesem Sprichwort mag etwas vom Osterglauben mitschwingen:\r\nAm Ende steht das Lachen Gottes. Auf den Irrsinn dieser Welt schaut Gott, schaut sich das an und lacht. Lacht Zerst\u00f6rung, Vernichtung, Dummheit, B\u00f6sartigkeit von Menschen aus. Es gibt eine Nacht, in der alle von Herzen lachen: \u00fcber die Machthaber dieser Welt, die sich aufplustern und \u00fcber den Tod. Der scheinbar das letzte Wort spricht und doch nicht das letzte Wort hat. Betende Menschen singen von alters her mit Psalm 2: Die K\u00f6nige der Welt erheben sich. Und die F\u00fcrsten tun sich zusammen gegen den HERRN und seinen Gesalbten&#8230; Doch der im Himmel wohnt, lacht dar\u00fcber. Der HERR spottet \u00fcber ihr Tun.\r\nViele Menschen haben wahrlich nichts zu lachen! Bedrohte und Geknechtete, Ver\u00e4ngstigte und Kaputtgespielte, Gemobbte und Gejagte, Diskriminierte und Verachtete. Am dritten Tag nach dem Desaster von Jesu Hinrichtung schenkt Gott ein Lachen. Die Auferweckung zu neuem Leben hat den Tod besiegt. Gott lacht! Welch ein Segen, wenn das in uns hinein f\u00e4llt, mitten im Alltag, gerade dann, wenn wir uns nach Trost sehnen. Und unser Herz wird ein wenig weiter.\r\n\u201eHumor ist eine Erscheinungsform der Religion. Nur wer \u00fcber den Dingen steht, kann sie bel\u00e4cheln,\u201c sagt Pater Brown gelassen in der englischen Kriminalkom\u00f6die.\r\nAm Ende wird Gottes Lachen bleiben. Viel zu lachen zum Fest der Auferstehung Jesu w\u00fcnsche ich Ihnen und Euch. In diesem Sinne: Fr\u00f6hliche Ostern\r\n<em>Ihre\/Eure Christin Eibisch<\/em>\r\n<p style=\"text-align: center;\">Er hat den Tod bezwungen,\r\ndas Leben und errungen.\r\nDrum lasst uns fr\u00f6hlich singen\r\nund Halleluja klingen&#8230;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: center;\">(Text: Arbeitsgemeinschaft \u00d6kumenisches Liedgut, EM 236,2)<\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Andacht aus dem Gemeindebrief f\u00fcr die Monate Februar und M\u00e4rz 2019<\/h3>\r\n<em>Suche den Frieden und jage ihm nach!<\/em>\r\n<em>&#8211; Psalm 34,15b &#8211;<\/em>\r\n\r\nLiebe Freundinnen und Freunde der Bethesdakirche,\r\nliebe Schwestern, liebe Br\u00fcder,\r\n\r\n<em>\u201eWer m\u00f6chte nicht gern gut leben und sch\u00f6ne Tage sehen?\u201c<\/em> so hei\u00dft es in Psalm 34. Die kompakte Antwort folgt sogleich: <em>\u201eBewahre deine Zunge vor B\u00f6sem und deine Lippen vor betr\u00fcgerischer Rede; lass ab vom B\u00f6sen und tue Gutes, suche den Frieden und jage ihm nach!\u201c<\/em>\r\nSpannend! Hier geht es also um ein Verhalten in konkreter Situation. Auf die aktive Seite des Friedens wird unser Augenmerk gelenkt. Frieden hat sowohl mit unserer Haltung als auch mit unserem Tun und Lassen zu tun. Da wird es bis in den Alltag hinein konkret. Worte k\u00f6nnen Menschen am Boden zerst\u00f6ren und f\u00fcr eine aggressive Atmosph\u00e4re sorgen. Worte k\u00f6nnen aber auch aufbauen und Positives zur Entfaltung bringen. Jesus nennt Menschen, die zum Frieden anstiften, gl\u00fcckliche Menschen. Er spricht sie selig: sie werden Gottes Kinder hei\u00dfen. Den Frieden aktiv suchen ist eine Kompetenz, zu der jede und jeder f\u00e4hig ist. Der andere Aspekt, um in Balance zu bleiben, geh\u00f6rt dazu. Es ist die passive Seite, Frieden sich schenken lassen. Gott nun ist so ein Friedensverschenker. Allein aus dem Geschenk des Friedens l\u00e4sst sich Entspannung und Deeskalation gestalten. Ich bin gespannt, was ich dieses Jahr mit der Jahreslosung erlebe. Und neugierig zu erfahren, wie es Euch mit der Suche und der Jagd nach Frieden ergeht. Das muss nicht nur anstrengend sein, vielleicht findet der eine oder die andere auch Freude daran? Ich w\u00fcnsche Ihnen\/Euch einen langen Atem auf der Suche und der Jagd. \u201eGo slow and win the race\u201c (Mach langsam und gewinne das Rennen.) sagte ein Fahrer nach einem Sieg bei der Autorallye Paris-Dakar \u00fcber sein Erfolgsgeheimnis. Interessant w\u00e4re herauszufinden, ob das auch in Blick auf die Jahreslosung gilt.\r\nEin gutes Erleben damit w\u00fcnscht Ihnen\/Euch\r\n\r\n<em>Ihre\/Eure Christin Eibisch<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Andacht aus dem Gemeindebrief f\u00fcr die Monate Dezember 2018 und Januar 2019<\/h3>\r\n<em>Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut.<\/em>\r\n<em>&#8211; Matth\u00e4us 2,10 &#8211;<\/em>\r\n\r\nLiebe Freundinnen und Freunde der Bethesdakirche,\r\nliebe Schwestern, liebe Br\u00fcder,\r\nSie ist eine der sch\u00f6nsten Geschichten der Bibel. Von suchenden Wissenschaftlern aus dem Orient erz\u00e4hlt sie, die einem besonderen Stern folgen. Die Weisen sp\u00fcren instinktiv: mit diesem Stern hat es etwas auf sich. Etwas, was so viel Kraft in sich tr\u00e4gt, die Welt zu ver\u00e4ndern. Nach langer Reise finden sie den wenige Tage alten Jesus in Bethlehem. In ihm erkennen sie den neuen j\u00fcdischen K\u00f6nig, in diesem armen, frierenden Fl\u00fcchtlingskind zugleich den Herrscher der Welt. Sie k\u00f6nnen nicht anders als Jesus innig anzubeten und ihm ihre Sch\u00e4tze darzubringen. Das Kind ist das Licht der V\u00f6lker. Vom Suchen und Finden wird erz\u00e4hlt, auch von unserem. Von Gottes verborgener Herrlichkeit, der wir in dieser Advents- und Weihnachtszeit begegnen k\u00f6nnen. Gibt es solche Sternstunden, die uns auf die Suche gehen lassen? Haben wir \u00fcberhaupt Sinn f\u00fcr das Gottesgeheimnis? Umso gr\u00f6\u00dfer ist die Freude, ihn wiederzufinden. Als Zeichen der Hoffnung. Dass es m\u00f6glich ist, dass Gott selbst sich mit Haut und Haar hineinbegibt in unsere Welt. Und damit neue Verh\u00e4ltnisse anbrechen, die von keinem Machthaber aufzuhalten sind. Angekommen an der Krippe begreifen die Weisen Gott an sich selbst. Als \u201eImmanuel&#8220;: Mit uns ist Gott, so wie ihn die Propheten einst ank\u00fcndigten. Wer nur ansatzweise diesen \u201eGott mit mir, mit dir, mit uns\u201c erahnt, wird Gott ehrf\u00fcrchtig Dank entgegen bringen. Wird erfahren, dass Gott Dir das Ziel Deiner Sehns\u00fcchte und auch die Antwort auf Deine Fragen aus Nacht und Dunkelheit bereitet hat. Du erkennst in Deiner eigenen Widerspr\u00fcchlichkeit, was Du von Gott her bist und immer bleiben wirst.\r\nIhnen \/ Euch w\u00fcnsche ich eine entdeckungsfreudige Advents- und Weihnachtszeit voller \u00dcberraschungen, Freude und Dankbarkeit!\r\nEinen gesegneten Jahreswechsel\r\n<em>Ihre\/Eure Christin Eibisch<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Andacht aus dem Gemeindebrief f\u00fcr die Monate Oktober und November 2018<\/h3>\r\n<figure id=\"attachment_1283\" aria-describedby=\"caption-attachment-1283\" style=\"width: 367px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1283\" src=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/erntedank_2018-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"367\" height=\"275\" srcset=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/erntedank_2018-300x225.jpg 300w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/erntedank_2018-768x576.jpg 768w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/erntedank_2018-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/erntedank_2018.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 367px) 100vw, 367px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1283\" class=\"wp-caption-text\">Foto: J. Haferkorn 2005<\/figcaption><\/figure>\r\n\r\nLiebe Freundinnen und Freunde der Bethesdakirche,\r\nliebe Schwestern, liebe Br\u00fcder,\r\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Aller Augen warten auf Dich, Herr,<\/em>\r\n<em> und Du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.<\/em>\r\n<em> &#8211; Psalm 145,15 \u2013<\/em><\/p>\r\n<strong>F\u00fcr das Selbstverst\u00e4ndliche danken.<\/strong>\r\nDie L\u00e4den quellen \u00fcber an Nahrungs- und Lebensmitteln. Wer was braucht, geht einkaufen. Lebensmittelretter \u201eretten\u201c \u00fcberproduzierte Lebensmittel und teilen sie \u00fcber eine foodsharing-community. M\u00fclltaucher holen aus Abfalltonnen Weggeworfenes. Sie sch\u00e4tzen damit die zum Verzehr bestimmten Nahrungsmittel wert &#8211; kurz vor oder nach dem Verfallsdatum.\r\nFrisches und gesundes Essen und Trinken ist f\u00fcr uns selbstverst\u00e4ndlich. Und selbstverst\u00e4ndlich sprechen wir ein Dankgebet vor der Mahlzeit. Ohne S\u00e4en und Ernten, Wachsen und Gedeihen, ohne Jahreszeiten g\u00e4be es keine Nahrung und uns auch nicht.\r\nEssen und Trinken wertzusch\u00e4tzen und zu genie\u00dfen, darum geht es zu Erntedank. Ist das Selbstverst\u00e4ndliche wirklich selbstverst\u00e4ndlich? Die Frage kommt, wenn z.B. der Regen ausbleibt. Wachstum und Gedeihen als g\u00f6ttlichen Segen bewusst zu machen, gibt dem Danken eine Richtung zum g\u00f6ttlichen Sch\u00f6pfer, F\u00fcrsorger und Vollender.\r\nIn diesem Jahr soll in unserer Gemeinde die lange christliche Tradition des Erntedankfestes st\u00e4rker wieder ins Bewusstsein gehoben werden. Darum lasst uns einen kleinen Teil aus der F\u00fclle der Ernte in unserer Kirche sichtbar machen, um dadurch Freude und Dank hervorzulocken. Gott freut sich, wenn wir uns freuen.\r\nWir alle, ganz gleich, wer wir sind, leben aus Gottes G\u00fcte und Barmherzigkeit: unsere Kinder genauso wie wir Erwachsenen, Landwirte ebenso wie Hobbyg\u00e4rtnerinnen, Berufst\u00e4tige wie Ehrenamtliche, Seniorinnen und Senioren. Wir leben, weil Gott seine Hand \u00f6ffnet. Und nicht nur Menschen leben aus ihm: Gottes Sch\u00f6pfung umfasst die Tiere, auch die Pflanzen. Alles s\u00e4ttigt er nach seinem Wohlgefallen.\r\nLassen Sie sich \/ Lasst Euch herzlich einladen zum diesj\u00e4hrigen Erntedankfestgottesdienst am 21. Oktober! DANKESCH\u00d6N!\r\n\r\nSeid herzlich gegr\u00fc\u00dft zum beginnenden Herbst\r\n<em>Ihre\/Eure Christin Eibisch<\/em>\r\n<p style=\"text-align: center;\">Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn.\r\nDrum dankt und dankt,\r\ndrum dankt und dankt\r\nund hoffet auf ihn.\r\n(Text: <em>Matthias Claudius, Gesangbuch 113)<\/em><\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Andacht aus dem Gemeindebrief f\u00fcr die Monate August und September 2018:\r\nVon Einer die auszog, das Zweifeln zu lernen.<\/h3>\r\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1240 alignleft\" src=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/cover_motiv_08_09_2018-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/cover_motiv_08_09_2018-200x300.jpg 200w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/cover_motiv_08_09_2018.jpg 283w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Liebe Freundinnen und Freunde der Bethesdakirche,\r\nliebe Schwestern, liebe Br\u00fcder,\r\n\r\neine meiner ersten Urlaubserinnerungen ist eine Wanderung im Allg\u00e4u. Papa mit kleinem Bruder in der Kraxe vorneweg, Mama mit kleiner Schwester auf dem R\u00fccken hintenan, links der Abhang, rechts steil nach oben. Und ich mit meinen f\u00fcnf Jahren in eigenen Wanderschuhen in der Mitte. An einer Leine. Es ist nicht die beste Urlaubserinnerung.\r\nHeute ist mein Ausgleich zum Unialltag das Fahrradfahren. Am liebsten radle ich im s\u00fcdlichen Auwald immer der Nase nach und wenn ich einen unbekannten Weg sehe, dann biege ich hinein. Verfahren habe ich mich noch nie: Da ich einen Orientierungssinn wie eine Taube habe, wei\u00df ich immer, in welche Richtung es zur\u00fcck nach Leipzig geht.\r\n\r\nEs gibt ja Leute, die einem vom Theologiestudium abraten \u2013 da sei die Gefahr einfach zu gro\u00df, vom Glauben abzufallen. Manche halten es schon f\u00fcr gef\u00e4hrlich die Heimatgemeinde oder den Heimatort zu verlassen. Blo\u00df nicht hinaus und in Kontakt mit \u201eder Welt\u201c kommen!\r\nViele von Euch werden jetzt in den Ferien in den Urlaub fahren und genau das tun: Neue Gegenden entdecken, neue Menschen kennenlernen, in einer anderen Kirche in den Gottesdienst gehen&#8230;\r\nAber wie ist das in unserem Glauben? Trauen wir uns da einen Schritt vor die T\u00fcr oder gar auf eine Reise? Ich bin seit einigen Jahren mit meinem Theologiestudium auf solch einer Reise, lerne Anderes und Neues kennen, formuliere meine Zweifel, stelle Fragen und forsche nach. Und im n\u00e4chsten Jahr werde ich diese Reise auch auf die lutherische, r\u00f6misch-katholische und orthodoxe Kirche, das Judentum und den Islam ausweiten. Und das alles ohne Leine! Denn auch mit meinen Fragen, Suchen und Zweifeln ist mein innerer Kompass auf Gott genordet, schlie\u00dflich ist er mein Ziel.\r\n\r\nEure Anna Tunger<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Andacht aus dem Gemeindebrief f\u00fcr die Monate Juni und Juli 2018<\/h3>\r\n<figure id=\"attachment_1162\" aria-describedby=\"caption-attachment-1162\" style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1162\" src=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/pfingsten-195x300.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/pfingsten-195x300.jpg 195w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/pfingsten-667x1024.jpg 667w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/pfingsten.jpg 756w\" sizes=\"auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1162\" class=\"wp-caption-text\">Buntglasfenster Bethesdakirche Leipzig, Pfingsten, Foto: Uwe Beyer<\/figcaption><\/figure>\r\n\r\nLiebe Freundinnen und Freunde der Bethesdakirche,\r\nliebe Schwestern, liebe Br\u00fcder,\r\n<p style=\"text-align: center;\">Vergesst die Gastfreundschaft nicht;\r\ndenn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.\r\n<em>&#8211; Hebr\u00e4er 13,2 \/ Monatsspruch Juni \u2013<\/em><\/p>\r\nLeben hei\u00dft vor allem: in Beziehung stehen.\r\nIn Beziehung stehen auch mit unbekannten Menschen. Die Begegnung mit Fremden kann mit Nachwirkungen bereichern. Es war im Juni 1985. Eine Woche waren mein Mann und ich in Rum\u00e4nien wandern. Gegen Abend kamen wird aus den Bergen in eine Stadt. Wir waren sehr m\u00fcde. Hatten kein Geld f\u00fcr ein Hotelzimmer. Wo w\u00fcrden wir unser Zelt aufbauen k\u00f6nnen? Wir betraten eine Kirche. Vorn waren Menschen um einen Sarg versammelt. Schnell zogen wir uns zur\u00fcck, weil wir nicht st\u00f6ren wollten. Ein Mann folgte uns, fragte uns auf Deutsch, ob er helfen k\u00f6nne. Zu guter Letzt brachte er uns mit dem Auto in seine Gartenlaube, wo wir \u00fcbernachten durften. Er ging in verbotener Weise das Risiko ein, G\u00e4ste aus dem Ausland privat zu beherbergen. Der Gastgeber sorgte f\u00fcr Trinkwasser, wir erfuhren ein wenig vom Alltag in Rum\u00e4nien und seiner Familie. Dann \u00fcberlie\u00df er uns der Nacht. Am anderen Morgen schlossen wir ab und hinterlegten den Schl\u00fcssel in einem Versteck. Was hat ihn wohl bewogen, uns heimlich aufzunehmen? Diese Lektion in Sachen Gastfreundschaft wirkt in mir nach. Wo und wie bieten wir unbekannten Menschen Gastfreundschaft an? Und welcher Art erleben wir sie? Pfingsten geht weiter, Gottes Geist weht und ber\u00fchrt.\r\nEine gute sommerliche Zeit mit der einen oder anderen \u00fcberraschenden Begegnung, ein \u00d6ffnen f\u00fcr Erfahrungen mit Gastfreundschaft, das sei Euch und Ihnen gew\u00fcnscht,\r\n\r\n<em>Ihre\/Eure Christin Eibisch<\/em>\r\n<p style=\"text-align: center;\">Erwecke und belebe uns, du Geist der Freiheit.\r\nErleuchte und bewege uns, du Heiliger Geist.\r\n<em>(Text: H. Handt , Gesangbuch 247)<\/em><\/p>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3 style=\"text-align: left;\">Andacht aus dem Gemeindebrief f\u00fcr die Monate April und Mai 2018<\/h3>\r\n<figure id=\"attachment_1103\" aria-describedby=\"caption-attachment-1103\" style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1103\" src=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Osterfenster-194x300.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"402\" srcset=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Osterfenster-194x300.jpg 194w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Osterfenster-664x1024.jpg 664w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Osterfenster.jpg 755w\" sizes=\"auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1103\" class=\"wp-caption-text\">Buntglasfenster Bethesdakirche Leipzig, Foto: Frank Eibisch<\/figcaption><\/figure>\r\n\r\nLiebe Freundinnen und Freunde der Bethesdakirche,\r\nliebe Schwestern, liebe Br\u00fcder,\r\n\r\nLicht str\u00f6mt durch die Fenster in den Kirchsaal. \u00dcberall Fensterkreuze. Mit jedem Fenster hat der Buntfensterk\u00fcnstler eine gute Nachricht hinterlassen. F\u00e4ngt eines der Fenster meinen Blick ein, geht die Entdeckungsreise los. Durch Licht und Glas erreichen mich Farben und Symbole.\r\n\r\nAn diesem Fenster hier zieht mich als erstes das kr\u00e4ftige Blau an. Es mag das Blau des Himmels sein, was da an der Querseite des Sargs aufleuchtet. Und es erinnert mich an das Blau des Wassers und damit an die Taufe. In der Taufe wird der Name Gottes \u00fcber dem Namen des T\u00e4uflings ausgesprochen, so als sagte Gott: \u201eIch bin dein und Du bist mein.\u201c &#8211; Und dann ist da das dunkle Braun in der Mitte. Es weist auf eine Tiefe hin. Aus dem Inneren des Sargkastens erhebt sich wie auf einer Schale ein gelbes Kreuz. Scheint die Sonne, strahlt das Kreuz sehr hell und dominiert das gesamte Fenster. In alle Richtungen zeigt es: die Enge des Grabes ist \u00fcberwunden. <em>\u201eJesus lebt! Mit ihm auch ich! Tod, wo sind nun deine Schrecken?\u201c <\/em>(Johann F\u00fcrchtegott Gellert, Gesangbuch 649)\r\n\r\nDieses alte Trostlied kommt mir in den Sinn. Kreuzestod und Auferstehung zu neuem Leben &#8211; Karfreitag und Ostersonntag &#8211; geh\u00f6ren untrennbar zusammen.\r\n\r\nWas f\u00fcr eine gewaltige Kraft ist da wirksam, das uns nichts scheiden kann von der Liebe Gottes!\r\n\r\nMitten im Leben ist dieser auferstandene Christus zu finden. Ich will aufmerksam bleiben, wo er mir begegnet. Und was entdeckst Du in diesem Kirchenfenster?\r\n\r\nEin frohes Osterfest und eine gesegnete fr\u00f6hliche \u00f6sterliche Zeit w\u00fcnscht\r\n<em>Ihre\/Eure Christin Eibisch<\/em>\r\n<em>\u00a0<\/em>\r\n\r\nNicht mutig\r\n\r\nDie Mutigen wissen\r\nDass sie nicht auferstehen\r\nDass kein Fleisch um sie w\u00e4chst\r\n\r\nAm j\u00fcngsten Morgen\r\nDass sie nichts mehr erinnern Niemandem wiederbegegnen Dass nichts ihrer wartet\r\nKeine Seligkeit\r\nKeine Folter\r\nIch\r\nBin nicht mutig.\r\n\r\n(Marie Luise Kaschnitz.)<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3 style=\"text-align: left;\">Andacht aus dem Gemeindebrief f\u00fcr die Monate Februar und M\u00e4rz 2018<\/h3>\r\n<figure id=\"attachment_963\" aria-describedby=\"caption-attachment-963\" style=\"width: 214px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-963 size-medium\" src=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Uckermark-214x300.jpg\" alt=\"\" width=\"214\" height=\"300\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-963\" class=\"wp-caption-text\">Altarkreuz, Kirche Uckermark Foto: Frank Eibisch<\/figcaption><\/figure>\r\n\r\nLiebe Freundinnen und Freunde der Bethesdakirche,\r\nliebe Schwestern, liebe Br\u00fcder,\r\n\r\nin den meisten Kirchen findet man ein Kreuz, schlicht aus Holz oder Metall, mit oder ohne die Figur des Gekreuzigten. Je nach Zeitgeist treten besondere Akzente in den Vordergrund, je nach dem, wie Menschen Tod und Auferweckung Christi verstanden haben und verstehen.\r\n\r\nWer nicht im christlichen Glauben beheimatet ist, mag es seltsam anmuten, dass sich Christen das Bild eines Gekreuzigten vor Augen f\u00fchren. Leiden und Schmerzen, Sterben und Tod verdr\u00e4ngt man. Das tut weh, bringt in gro\u00dfe Hilflosigkeit. Lieber weg- als hinschauen.\r\n\r\nGesundheit und Power sind angesagt, und sich mit Energie durchs Leben k\u00e4mpfen. Wozu den leidenden Christus am Kreuz betrachten?\r\n\r\nVerweile ich vor einem Kreuz, f\u00fchle mich angeschaut, mit meinen Wunden, mit meiner Hilflosigkeit, mit meinem Entsetzen angesichts Erniedrigungen und Brutalit\u00e4t, die sich Menschen einander antun. Im Prophetenbuch Jesaja hei\u00dft es: <em>Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen h\u00e4tte.<\/em> <em>Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn f\u00fcr nichts geachtet. F\u00fcrwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn f\u00fcr den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert w\u00e4re. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer S\u00fcnde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden h\u00e4tten, und durch seine Wunden sind wir geheilt. (Jesaja 53,3-5)<\/em>\r\n\r\nChristen haben diese Worte Jahrhunderte sp\u00e4ter auf Christus hin verstanden. Christus als einer, der mit unserem Leiden, dem Leid und Unrecht der Welt, zu tun hat. Der all dies nicht ausblendet, sondern durch den Tod in neues Leben verwandelt.\r\n\r\nAm 14. Februar beginnt die Passionszeit. Unter dem Kreuz Christi da sein schenkt mir Halt und Trost und l\u00e4sst mich mit meinen Fragen nicht allein.\r\n\r\nEine gute Winterzeit, mit herzlichen Gr\u00fc\u00dfen\r\n<em>Ihre\/Eure Christin Eibisch<\/em>\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<em>Kreuz, auf das ich schaue, steht als Zeichen da;<\/em>\r\n<em>der dem ich vertraue, ist in dir mir nah.<\/em>\r\n\r\nText: Eckart B\u00fccken 1982 (Gesangbuch 213)<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3>Andacht aus dem Gemeindebrief f\u00fcr die Monate Dezember 2017 \/ Januar 2018<\/h3>\r\nLiebe Freundinnen und Freunde der Bethesdakirche,\r\nliebe Schwestern, liebe Br\u00fcder,\r\n\r\n<figure id=\"attachment_540\" aria-describedby=\"caption-attachment-540\" style=\"width: 383px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-540\" src=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Andacht-12-2017-Bild-1-300x200.jpeg\" alt=\"\" width=\"383\" height=\"255\" srcset=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Andacht-12-2017-Bild-1-300x200.jpeg 300w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Andacht-12-2017-Bild-1-768x512.jpeg 768w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Andacht-12-2017-Bild-1-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Andacht-12-2017-Bild-1.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 383px) 100vw, 383px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-540\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Frank Eibisch<\/figcaption><\/figure>\r\n\r\nseit vielen Jahren begleiten mich diese beiden H\u00e4nde in der Advents- und Weihnachtszeit. Ich fand sie in einem Weltladen, aus Ton wurden sie irgendwo in Lateinamerika gefertigt.\r\nWeihnachten anders. Fremd. N\u00fcchtern. Ohne Schnick und Schnack. Das Wesentliche klein, das Jesuskind in der Mitte, nackt und ausgeliefert.<span style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">\u00a0Vom Atem der Tiere gew\u00e4rmt. Maria und Josef schauen betreten drein. <\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">Gl\u00fcck sieht anders aus. Maria in Gebetshaltung, vielleicht betet sie in diesem Moment: \u201eAch du liebe G\u00fcte, Gott, was soll nun werden?\u201c <\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">Josefs ernstes Gesicht mag darauf deuten.\u00a0<\/span><span style=\"font-family: inherit; font-size: inherit;\">Wenige Tage nach der Geburt fliehen sie. Sie m\u00fcssen ihr Kind vor der mordenden Horde des K\u00f6nigs in Sicherheit zu bringen. Ohne Gep\u00e4ck. Das N\u00f6tigste am Leib. Gl\u00fcck ist anders.<\/span>\r\n\r\n<figure id=\"attachment_541\" aria-describedby=\"caption-attachment-541\" style=\"width: 384px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-541\" src=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Andacht-12-2017-Bild-2-flucht-300x200.jpeg\" alt=\"\" width=\"384\" height=\"256\" srcset=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Andacht-12-2017-Bild-2-flucht-300x200.jpeg 300w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Andacht-12-2017-Bild-2-flucht-768x512.jpeg 768w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Andacht-12-2017-Bild-2-flucht-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Andacht-12-2017-Bild-2-flucht.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 384px) 100vw, 384px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-541\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Frank Eibisch<\/figcaption><\/figure>\r\n\r\nWichtiger als das private Gl\u00fcck der heiligen Familie ist die sch\u00fctzende Hand. Bergende H\u00e4nde betten die beiden weihnachtlichen Szenen ein. Eine mobile Hand, die w\u00e4hrend der Geburt unterwegs in einem Stall da ist und auch auf der Flucht.\r\nSo geht Gottes Weg zu uns.\r\n\r\nWo werden wir ihn in unserer Advents- und Weihnachtszeit entdecken?\r\nWie werden wir Christi Geburt als Retter der Welt feiern?\r\n\r\nEine intensive und frohe Zeit w\u00fcnscht Ihnen und Euch\r\nIhre\/Eure <em>Christin Eibisch<\/em>\r\n<p style=\"text-align: center;\">Des ewgen Vaters einig Kind\r\njetzt man in der Krippen findt;\r\nin unser armes Fleisch und Blut\r\nverkleidet sich das ewig Gut.\r\nKyrieleis.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: center;\">Martin Luther 1524<\/p>\r\n&nbsp;\r\n\r\n<strong>Am Ende der Flucht <\/strong>&#8211; eine pers\u00f6nliche Geschichte\r\n<em>aus:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2012\/52\/Weihnachten-Geschichten-2\/seite-2\">http:\/\/www.zeit.de\/2012\/52\/Weihnachten-Geschichten-2\/seite-2<\/a>\u00a0 (leicht gek\u00fcrzt)<\/em>\r\n\r\nDa, wo ich herkomme, ist es verboten, Weihnachtslieder zu singen. &#8230; Und ganz besonders verboten ist es, die Weihnachtsgeschichte zu erz\u00e4hlen. Ich bin Iraner und floh&#8230; aus meiner Heimat, weil ich Christ geworden war \u2013 darauf steht im Iran die Todesstrafe. Meine drei Schwestern und meine Mutter wussten davon und akzeptierten meine Entscheidung, mein Vater hingegen verstie\u00df mich; f\u00fcr ihn bin ich nicht mehr sein Sohn.\r\n\r\nAuch an Weihnachten haben ein paar andere Christen und ich uns heimlich in einer Wohnung getroffen. Voller Vorfreude und voller Angst, entdeckt zu werden. Nur ganz leise haben wir ein Weihnachtslied gesungen. Probleme mit der Regierung hatte ich schon vorher: W\u00e4hrend der Pr\u00e4sidentschaftswahlen wurde ich drei Mal verhaftet, weil ich gegen Mahmud Ahmadinedschad protestiert hatte. Beim ersten Mal war ich eine Woche lang in Haft, beim zweiten Mal zwei Wochen, beim dritten Mal zwei Monate. Nach meiner letzten Inhaftierung drohten mir die Polizisten: \u00bbWenn du noch einmal negativ auff\u00e4llst, bist du tot!\u00ab\r\n\r\n2011 floh ich schlie\u00dflich: Per Auto schaffte ich es \u00fcber die T\u00fcrkei bis nach Ungarn, von dort wurde ich in einem Lkw nach \u00d6sterreich geschmuggelt. Als ich ankam, war es f\u00fcnf Uhr morgens, ich hatte furchtbare Schmerzen im Bauch und in den Beinen und blieb drei Stunden lang am Stra\u00dfenrand sitzen. Ich vermisste meine Heimat von der ersten Sekunde an. Meine Stadt, meine Familie, meine Freunde, meinen Laden.\r\n\r\nNach zwei Stunden Fu\u00dfmarsch erreichte ich Wien. Passanten halfen mir, den Weg zum Fl\u00fcchtlingsheim [&#8230;] zu finden, und bezahlten meinen Fahrschein. Sechs Monate sp\u00e4ter bekam ich meinen positiven Asylbescheid. Die erste Zeit war sehr schwer. Besonders zu Weihnachten hatte ich starkes Heimweh. Aber wenn ich durch Wien spazierte, war ich auch voller Freude: \u00dcberall wurden Lichter befestigt \u2013 Sterne, Monde, Schneeflocken \u2013 und Christb\u00e4ume aufgestellt. Alle Stra\u00dfen leuchteten.\r\n\r\nMein erstes legales Weihnachten, Weihnachten 2011, feierte ich in der Baptistengemeinde in Salzburg. Viele Fl\u00fcchtlinge aus dem Iran und Afghanistan waren dort. [&#8230;] Am 24. trafen wir uns schon am Vormittag in der Kirche. Wir spielten Gitarre, sangen Weihnachtslieder auf Persisch und tanzten. Den ganzen Tag lang. Im Iran w\u00fcrde mir das niemand glauben: dass jemand in ein Gotteshaus geht und dort singt und tanzt. \u00bbDu bist verr\u00fcckt!\u00ab, w\u00fcrden sie sagen. Es ist so unglaublich neu f\u00fcr mich, dass Menschen ihren Gott so feiern, voller Freude.\r\n\r\nKourosh Zari, 26, wuchs im iranischen Shiras auf. Nach seinem \u00dcbertritt zum Christentum floh er nach Europa.<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\r\n<h3><strong>Andacht aus dem Gemeindebrief f\u00fcr die Monate Oktober und November 2017:\r\nJesus lebt \u2013 Achtung Unfallgefahr! <\/strong><\/h3>\r\nLiebe Freundinnen und Freunde der Bethesdakirche,\r\nliebe Schwestern, liebe Br\u00fcder,\r\n\r\n<figure id=\"attachment_446\" aria-describedby=\"caption-attachment-446\" style=\"width: 351px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-446\" src=\"http:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/P1030621-Frank-Eibisch-2007-300x225.jpeg\" alt=\"\" width=\"351\" height=\"263\" srcset=\"https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/P1030621-Frank-Eibisch-2007-300x225.jpeg 300w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/P1030621-Frank-Eibisch-2007-768x576.jpeg 768w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/P1030621-Frank-Eibisch-2007-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/bethesdakirche-leipzig.de\/wordpress1\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/P1030621-Frank-Eibisch-2007.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 351px) 100vw, 351px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-446\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Frank Eibisch<\/figcaption><\/figure>\r\n\r\ndiesen Grabstein fand ich auf einem Friedhof in der Uckermark. Die Inschrift mutet an, als sei dieser Stein mit seiner Botschaft f\u00fcr die Ewigkeit gemacht. In Stein gemei\u00dfelt. \u201eJesus lebt\u201c &#8211; an einem Ort, an dem die Toten versammelt sind und der Gedanke an die eigene Begrenztheit des Lebens nahe liegt. Was f\u00fcr ein Kontrast: Verg\u00e4nglichkeit und Leben in Jesus.\r\n\r\nNoch interessanter wird es mit diesem Zusatz: \u201eAchtung \u2013 Unfallgefahr!\u201c Die Botschaft vom Leben auf dem Grabstein ist Ver\u00e4nderungen unterworfen, die der Boden mit sich bringt.\r\n\r\nErich K\u00e4stner stellt fest: \u201eWird\u2019s besser? Wird\u2019s schlimmer? fragt man allj\u00e4hrlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgef\u00e4hrlich.\u201c Ewiges Leben schlie\u00dft Unfallgefahr nicht aus.\r\n\r\nManchmal werden Gef\u00e4hrdungen des Lebens st\u00e4rker sp\u00fcrbar. Sp\u00fcrbar, wie wenig wir unser Leben in der Hand haben. Im Dazwischen ist uns Raum gegeben, das Dasein zu gestalten, im Miteinander. Anteil zu nehmen, wenn es gef\u00e4hrlich und belastend f\u00fcr jemanden wird. Und Zeiten, in denen wir mehr Stabilit\u00e4t erleben, zu nutzen, um uns zu vergewissern dar\u00fcber, was uns \u00fcber die Zeiten hinaustr\u00e4gt. Wie sehr brauchen wir Menschen, die uns Mut zu sprechen und den R\u00fccken st\u00e4rken. Und wie sehr sind wir gerade auch darin gefordert, jemandem ein gutes Wort zuzusprechen.\r\n\r\nWorte der Gewissheit findet Paul Gerhardt:\r\n\r\n<em>Ich wei\u00df, dass mein Erl\u00f6ser lebt, das soll mir niemand nehmen.\r\n<\/em><em>Er lebt und was ihm widerstrebt, das muss sich endlich sch\u00e4men.\r\n<\/em><em>Er lebt f\u00fcrwahr, der starke Held;\r\n<\/em><em>sein Arm, der alle Feinde f\u00e4llt,\r\n<\/em><em>hat auch den Tod bezwungen.<\/em>\r\n\r\nText: Paul Gerhard 1667, Gesangbuch 655,1\r\n\r\nDas Kirchenjahr neigt sich dem Ende entgegen. Ich w\u00fcnsche Ihnen\/Euch in den k\u00fcrzer werdenden Tagen Mu\u00dfe f\u00fcr die Seele, sich zu vergegenw\u00e4rtigen, \u201eDir leben wir, dir sterben wir. Wir gehen von dir zu dir.\u201c (Eugen Eckert 1991, Gesangbuch 658)\r\n\r\nHerzlich gr\u00fc\u00dft\u00a0 Ihre\/Eure <em>Christin Eibisch<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahreslosung 2026 &#8211; Verlag am Birnbach\u00a0&#8211; Motiv von Stefanie Bahlinger, M\u00f6ssingen Wenn Liebe st\u00e4rker ist als \u00e4rgern (Mai 2026) Letztens kam meine gro\u00dfe Tochter ins Badezimmer zu mir und meinte, ihre kleine Schwester w\u00fcrde sie die ganze Zeit \u00e4rgern mit irgendwelchen Sachen, die sie sagt. 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